Mittwoch, 2. September 2009

Zügeln...

... wie die Schweizer so gerne sagen. Genau das haben wir ja am Montag getan. Raus aus dem Hotel, rein ins Furnished Appartment und ich muss sagen, ich bin hin und weg. Das Teil ist richtig klasse. Zwei Zimmer, Küche, Bad. Alles in allem sicherlich knappe 50 m2 und dazu eine schöne Dachtterasse mit Blick Richtung Downtown. Dazu kommt, dass ich eine Außenwandseite habe und somit außer dem üblichen Stadtverkehr, den ich aus München ohnehin gewohnt bin, nichts und niemanden (und vor allem keine lauten Amerikaner, die sich über Filme unterhalten) höre.

Tiefe und erholsame Nächte liegen also hoffentlich vor mir...

Ach und ich habe eine Spülmaschine und nen Trockner und eine Waschmaschine. Kann mich also endlich, um mein eigenes Zeug kümmern und konnte auch am Montag Abend das erste Mal so richtig den Koffer auspacken... sehr gutes Gefühl, nicht mehr wirklich nur zu Gast zu sein. Gerade Abends nach der Arbeit ist das sehr angenehm, weil man gefühlt wirklich nach Hause kommt. Seine Sachen in seinem Kühlschrank, seine Getränke in seinem Schrank, seine Zeitung auf dem Tisch und im Zweifel auch sein ungemachtes Bett vom Morgen. Schön :-)

Bilder von Montag noch, die leider sehr spät am Abend entstanden sind, da wir die Woche sehr viel zu tun haben und bis jetzt keinen Tag vor 20 Uhr aus dem Büro gekommen sind. Gerade gestern war dann logischerweise auch noch Einkaufen angesagt, weil was sonst nutzt einem eine eigene Wohnung, wenn man nichts in den Schränken hat?

Hier mal das Wohnzimmer mit Blick Richtung Dachterrasse und Innenstadt:

Harbour Steps

Wohnzimmer von der anderen Seite. Links ist eine offene Küche (mit Durchreiche... da steh ich eh drauf) und der Gang Richtung Schlafzimmer und Bad

Harbour Steps

Küche: Mikrowelle, Herd, Spülmaschine, Toaster, Kaffeemaschine, Kühlschrank mit Gefriertruhe... alles da:

Harbour Steps

Und ein Blick ins Schlafzimmer. Da gibts auch noch einen schönen Plasmafernseher, den ich allerdings noch nicht ausprobiert habe... bisher lese ich, wenn ich Zeit habe, eines meiner neu erworbenen englischen Urban Fantasy Bücher :-)

Harbour Steps

Viel wird sich auch die Tage nicht ergeben, denke ich.

Am Wochenende wollten wir eigentlich nach Vancouver, allerdings soll das Wetter sehr schlecht werden. Zudem sind Marion und ihre Leute nur noch 14 Tage hier und es scheint wohl am Samstag eine Abschiedsfete von Sabine zu geben. Freitag wollten wir eine Einstandsfete geben. Sonntag gehts zu Matt zum Barbecue (Rippchen *mjammi* - muss mir nur noch ein Gastgebergeschenk einfallen lassen, insbes. für seine Kleine...) und Montag Abend wollten wir mit Sue und ihrem Freund mal wieder was trinken gehen.

Zudem ist Montag ja hier labour day. D.h. niemand arbeitet außer vermutlich uns... ansonsten wollten wir tagsüber vielleicht zum Boingmuseum oder zu einem sehr bekannten SciFi/Musikmuseum hier gehen. Eventuell ergibt sich auch mit Jose ein Baseballbesuch oder wir gehen einfach (ich auf alle Fälle) mal shoppen: Ich muss ja noch zu American Eagle und Hollister. Abercrombie hatte auch noch ein, zwei Teile (insbes. Aftershaves), die ich haben wollte. Einige neue Jeans würden bei 30 Dollarpreisen auch nicht schaden und wenn ich mich nicht schwer täusche, sollte ich auch irgendso ein komisches Messer besorgen... tja, man sieht, obwohl wenig zu tun ist, gibt's viel zu tun... irgendwie bin ich fast Urlaubsreif, weil wir kaum Pause machen: Ziel ist schlicht so viel wie irgend möglich mitzunehmen, solange wir hier vor Ort sind... und da wir eben unter der Woche lange arbeiten, bleibt eigentlich nur das Wochenende. Wat muss, dat muss!

Sonntag, 30. August 2009

Mount Rainier

Sonntag Morgen gings auf in Richtung Mount Rainier. Das ist neben der Space Needle DAS Wahrzeichen Seattles und ist bei gutem Wetter als weiße Bergspitze von der ganzen Stadt aus zu sehen. Der Berg selbst ist knapp 6000 Fuß hoch, was in etwa um die 2000 Meter sind (tippe ich mal...). Von Seattle ist das eine Fahrt von ca. drei Stunden.

Als wir los sind war es knapp 8 Uhr morgens und das Wetter war wirklich übelst schlecht... noch eben Sabine und Marion eingeladen und uns dann mit der Gruppe um Felix, Jose, Anna, Chris und Alex getroffen. Danach dann im amerikanischen Schneckentempo mitsamt Countrymusik Richtung Süden aufgemacht. Die Fahrt verlief relativ unspektakulär, ein nettes Bild gibts von einem Supermarkt mit klassischen amerikanischen Autos, auf dem wir kurz Rast gemacht haben, um uns mit letzten unabdingbaren Reiseutensilien einzudecken. Als da wären: Gummibärchen, Kekse, Käsedipp, Muffins... nicht zu vergessen das Wasser... und statt einer Semmel gabs Bagels.

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Nach dem kurzen, unspektakulären Aufenthalt sind wir schnurstracks weiter, sind durch ein Indianerreservat mit vielen Feuerwerkskörperverkaufsständen direkt am Highway entlang gekommen (wie in schlechten Filmen), nur um endlich am Fuss des Berges anzukommen. Dort gab es eine Serpentinenstrasse aufwärts. Die folgenden Bilder sind auf einem Zwischenplateau entstanden... ich glaube es lässt sich erahnen wir traumhaft mittlerweile das Wetter wurde und der Berg an sich ist:

Mount Rainier

Mount Rainier

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Mount Rainier mit Björn

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Moint Rainier mit Action-Björn (Yeehaa!)

Felix, Jose, Hendrik

Ausnahmsweise kein Mount Rainier, dafür aber ein Felix, Jose und Hendrik

Nach den Schnappschüßen sind wir direkt bis zum Endpunkt namens Sunrise gefahren. dort liegt dieses schmucke, kleine Fort, in dem eine Rangerstation ist:

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Nachdem wir uns dort einige Tipps geholt hatten, gings los mit einem ca. 4 Stunden Hike (Wanderung) über einen Fantasy Walk (glaube der hieß so... ich hab mich weniger auf die Namen, dafür mehr auf die Gegend konzentriert); Impressionen des Aufstiegs:

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Beim nächsten Bild waren wir kurz vor der Zwischenpause. Alle standen an einem Abhang und haben angestrengt nach dem Schwarzbär gesucht, der unten im Tal rumlief... leider hat das Kerlchen sich zu gut versteckt, weshalb kein Foto raussprang. Die Idee, mich für die Gruppe zu opfern, musste ich Jose leider ausschlagen...

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Noch einige Bilder bis zum ersten Gipfel:

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(Ich... vor... na? Mount Rainier! Yeeha!)

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Squirrel...

Wenn's schon kein Bär wird, dann wenigstens ein Erdhörnchen, ne? Oder ist's doch ein Eichhorn, wie Chris meinte? Höhö...

Pause

Wohlverdiente Pause und gefühlte 2 Liter Wasser weniger im Rucksack... es war brutal heiß, sicherlich knapp 30 Grad, strahlende Sonne. Trotz Sonnencreme hatten wir am Ende so ziemlich alle einen Sonnenbrand...

Abstieg - wieder ein paar Bilder, die auch ohne Worte genug Eindruck machen:

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Mount Rainier

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Mount Rainier

Mount Rainier

Mount Rainier

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Eine kurze Verschnaufpause auf einem weiteren Plateau mit traumhaftem Ausblick...

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Anna hatte übrigens als Einzige keinen Sonnenbrand; zum Beweis (Chris, Marion, Anna - von links)

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Wir sind noch an einem kleinen See vorbeigekommen... wie gemalt... absolut traumhaft oder auch FN (Sprich EfEn Synonym für Fuckin) awesome!

Mount Rainier

Kleines Gruppenfoto mit allen Teilnehmern drauf; ist echt Glück, dass wir durch Zufall mit einem derart netten Haufen zusammengetroffen sind in der ersten Woche hier... und es fehlen noch mindestens fünf weitere, die Volleyballspielen waren und deshalb nicht mit konnten... Irre wa?

Gruppenfoto

Last but not least, vom See in den Wald fotographiert:

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Danach gings müde, aber eine Erfahrung reicher heim (genaugenommen nach dem besten Tag seit ich in Seattle bin... und ich hatte schon diverse tolle Dinge hier erlebt, der Berg allerdings toppt echt alles... zumal bei dem Wetter!)

Bevor's ins Bett ging und zum Packen (wir ziehen morgen in unser Corporate Housing um - endlich raus aus dem Hotel... uff) ging, sind wir aber nochmals alle nach Alki Beach Burger essen und Corona trinken... Simon hatte am Ende wohl zu viel des Letzteren erwischt... zumindest lässt das Bild darauf schließen :-)

Simon und Marion auf dem Rücksitz unseres Mietwagens :-) (Links im Bild nicht zu sehen: Bine)

Samstag, 29. August 2009

Riding the duck

"How to get from a duck? - You don't get from a duck, you only get from a goose!"

Keine Ahnung was daran komisch sein soll, aber es war es wohl. Zumindest die meisten der Amerikaner haben gelacht...

"Wobei?" könnte jetzt die berechtigte Frage sein? Naja beim Duckride! Wir haben uns heute (knapp 14 Leute, die sich alle über diverse Ecken kennen oder jemanden kennen, der jemanden kennt) getroffen und sind mit einem der Amphibienfahrzeuge aus dem zweiten Weltkrieg gefahren. Angeblich wurden die insbesondere für die Landung der Aliierten auf Sizilien genutzt. Sizilien? Das ist in Italien. Ihr wißt schon in der Nähe von Europa... und nein, ich meine damit nicht den Bundesstaat der USA namens Europa... (den gibts nicht? Ups...hab ich wohl in der Highschool nicht aufgepasst... )

Diese Duckfahrt ist auf alle Fälle ein absoluter Klassiker hier. Man fährt eine große Runde zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Da es so viele davon nicht gibt, verbringt man einen Großteil der Zeit damit auf doofe Musik zu klatschen, zu johlen und sonstige Urlaute von sich zu geben. Dadurch dass das alle machen, fühlt man sich nur halb so dumm und ab ner gewissen Zeit macht es dann auch richtig Spaß.

Beispiel gefällig? Bei jedem Starbucks (und es gibt vieeeele!) schreit der Fahrer in sein Megaphon "Starbucks", alle Mitfahrer heben die rechte Hand, reiben die Finger aneinander als wollten sie zahlen und schreien "Charging!" (heißt so viel wie belaste mich... oder haben wir "Katsching" geschrien, wie das Geräusch einer Kasse? Egal... macht beides Sinn und ist doch sinnlos, so wie eigentlich der gesamte Trip...). Oder man tanzt zu YMCA... oder macht bei "Who let the dogs out" (Wer's nicht kennt, anhören!) "Who, who, who, who!"... gerne auch bei MC Hammers "Can't touch this" die Hände in die Luft werfen oder bei einem Discosong mit der rechten Hand in der Luft rumstochern. Zusammen mit johlenden, entusiastischen Amerikanern ist das wirklich witzig.

Außerdem sind die Amerikaner (ich schrieb ja bereits wie locker die am Wochenende sind), die man auf den Bürgersteigen trifft völlig begeistert und jubeln mindestens genauso wie die Leute in dieser Ente... selbst wenn es Anwohner der Stammroute sind und die Enten da am Tag 30 Mal vorbei kommen. Irre, aber irre gut... glaubt ja keiner, dass sowas in Europa auch nur ansatzweise ginge oder?

Also egal. Mit dem Teil rumgefahren. Viel zu erzählen gibts eigentlich nicht neben dem obigen. Außer vielleicht, dass unser Fahrer "Captain Justin Credible" war, was sozusagen ein Synonym zu "Just incredible" ist und "Einfach unglaublich" bedeutet. Dazu war der Kerl unglaublich (haha) gut gelaunt und hat einen dummen Witz nach dem anderen gemacht. Über sich, über Seattle, über die Welt... nie über die Mitfahrer, die Ducklings (Entenkücken) - das wäre schlechter Stil in USA: man macht keine Witze über die zahlende Kundschaft.

Mit dem Teil sind wir also durch die Stadt. Bilder kommen wie gehabt demnächst, weil eben mein Internet sehr langsam im Hotel ist. Ich hab zum Beispiel die Klinik aus "Grey's Anatomie" gesehen. Oder auch das Hausboot, in dem Tom Hanks in "Schlaflos in Seattle" heulend um seine verstorbene Frau trauert... alles untermalt mit doofen Witzen des immer wieder hutwechselnden Fahrers (darauf bitte bei den Bildern achten)

War wie gesagt sehr lustig. Mal sehen, ob ich unser Gruppenfoto einscannen lassen kann und auch hier hochlade.

Danach bin ich eben zu Mayc's, da meine Uhr stehengeblieben ist. Batterie alle. Service in USA heißt: Batteriewechseln in einer Minute mitsamt Einstellung der Uhrzeit, des Datums und Reinigung des Gehäuses. Das Ganze für knapp 10 Doller. Boff. Das mal ein Wort... sie geht auf alle Fälle wieder (seit knapp einer Woche, was bin ich froh... ich kucke jetzt gewohnheitsmäßig bereits aufs Handy, weil meine Uhr ja ewig nicht ging... muss mich wieder umgewöhnen...)

Abends sind Hendrik und ich dann noch in eine lokale Fastfoodkette namens "Kidd's Valley Burgers & Shakes". Dort einen dermaßen großen Cheeseburger konsumiert, dass er mir jetzt nach drei Stunden noch quer im Magen liegt... aber traumhaft lecker. Von einem typischen amerikanischen Schwarzen serviert, der sich köstlich mit uns über unsere Namen amüsiert hat und darüber, dass er sie sich nicht merken konnte. Am Ende waren wir nur noch "Ey man!" oder "Germany?".

Danach sind wir dann noch an die Hotelbar und haben meine Cocktailgutscheine gegen Gin Tonics eingetauscht... jetzt sitze ich hier und schreibe kurz zusammen, nur um gleich ins Bett zu gehen, weil mir morgen um 7:30 Richtung Mount Rainier aufbrechen. Neben der Space Needle DAS Wahrzeichen Seattles und ein absolutes Naturschauspiel. Leider eben dreieinhalb Fahrtstunden entfernt. Wir sind knapp 9 Leute und wollten den soweit es geht hochklettern, um einige Fotos schießen zu können. Wird sicher lustig. Leider eben sehr früh... und das bei einem sich anbahnenden Schnupfen dank der Klimaanlagen. Insofern geh ich jetzt noch heiß baden, schmeiß mir ne Aspirin rein und hoffe morgen fit genug zu sein, damit ich das nicht verpasse: denn lange sind die anderen leider nicht mehr hier...

Bayrische Kultur in Amerika

Heute haben wir uns mit unserer ursprünglich fürs Team geplanten amerikanischen Kollegin und ihrem Freund in der Prost Tavern, einem bayrischen Lokal in Seattle getroffen.

Ich verschweige jetzt die Tatsache, dass wir erst zum falschen Lokal gefahren sind, weil Google beim Namen deren Zentrale, nicht das Lokal ausgibt, das wir gesucht hatten... insofern quer durch die Stadt für nix und dann wieder den quasi gleichen Weg zurück, weil wir eigentlich fast ums Eck wohnen... da dachte ich schon, der Abend sei gelaufen.

War er aber nicht. Sue und ihr Freund waren richtig klasse und wir hatten wahnsinnig viel Spaß zusammen. Viele Dinge gelernt unter anderem, dass es sich leichter englisch spricht, wenn man ein, zwei Biere intus hat. Oder auch, dass Amerikaner sehr gerne deutsches Bier trinken und dabei zum Teil drei volle Literkrüge vernichten und sich dann wundern, weshalb sie betrunken sind.

Es gab dort sogar eine Schlachtplatte. Zwar kein Geselchtes, dafür aber Salami (endlich!!!!), Schwartbrot (wußte nicht, dass das bayrisch ist...) und ekelhaften süßen Senf. Hab ihm mal den Tipp mit Hendlmaier gegeben. Mal sehen, ob's was hilft. Dazu gabs eine Maß Paulaner Oktoberfestbier. Ich brauche nicht extra zu erwähnen, dass das nach knapp einem Monat in USA mit Burgern und künstlichem Bier mal richtig gut tat?

Was hab ich da noch gelernt? Achja: Amerikanische Frauen stehen auf Europäer. Wir sollten den Exotenbonus spielen (ach echt? Das war mir ja noch nicht aufgefallen...): Am besten sei die Strategie zu erzählen, man sei erst gestern (noch besser vor einigen Stunden) angekommen, total müde, vielleicht sogar mit verlorenem Gepäck, und jetzt einfach nur froh, einen netten Club gefunden zu haben. Und umso froher ist man natürlich, dass man eine nette Amerikanerin getroffen hat, die sich mit einem unterhält. Dazu noch etwas deutlicher den deutschen Akzent raushängen lassen und angeblich geht man in den richtigen Läden dann als Deutscher nicht alleine nach Hause... ahja... wird sich zeigen, immerhin nehmen uns die beiden (besser gesagt, er mit seinen Kumpels das nächste Wochenende mal mit zum Clubhopping). Wird sicher lustig :-)

Auch gelernt habe ich - gestern allerdings bereits - dass die besten Burger in total seltsam aussehenden, kleinen Lokalen in Nebenstraßen verkauft werden. Und man dort dann aber nur bis längstens 21 Uhr etwas bekommt (wie übrigens in der gesamten Innenstadt... was uns am Mittwoch beinahe zum Verhängnis wurde, so spät gings vom Mandanten raus...). Dafür war der Burger dort ein Traum... wirklich nur noch lecker. Bedient wurden wir von einer grauhaarigen Schwarzen, mit einem dieser alten Omakitteln. Der Koch war ein dicker Kerl mit Tattoos, Pferdeschwanz und dickem Bauch und die Toilette durfte nur fünf Minuten benutzt werden aus Angst vor Junkies... wie gesagt, nicht der Ort, in dem man unbedingt hingehen würde, aber alles andere hatte bereits zu und wir wollten nicht richtig essen gehen...

Fastfoodlokale gibt es in der Innenstadt leider nicht, höchstens Starbucks (den dann aber an jeder Ecke... ich mach mal einen Tag eine Starbucksschnitzeljagd und fotographiere jeden, den ich sehe... ich glaube da bin ich eine Woche beschäftigt. Es gibt Starbucks an jeder Strassenecke. In einer kleinen Mall hier hat's sogar drei Stück. Alle innerhalb von 500 Metern... ich schweife ab...)... höchstens Starbucks also: Deshalb sind wir in den Laden rein, weil er als einziger noch geöffnet hatte. Naja das Ergebnis hatte ich ja bereits vorweggenommen: gerne wieder!

Zurück zu meinen Erkenntnissen durch Sue und ihren Freund. Eines blieb nämlich wirklich hängen: Ich hatte mit dem Polizist und der roten Ampel mehr Glück als Verstand. Die Cops in Seattle sind diesbezüglich wohl extrem scharf und buchten einen entweder direkt für einen Tag ein oder/und kassieren 50 Dollar Strafe... aber auch da zieht die Exotenkarte. Die hat ohnehin was :-)

Dienstag, 25. August 2009

Is there a German convention?

Nicht so wirklich... aber zumindest hat es so langsam den Anschein als ob. Wir finden immer mehr Deutsche hier. Heute Abend zum Beispiel waren wir mit unseren Bekannten in einem amerikanischen Lokal, in dem ich einen Harrisson (sehr ekelhafter Cocktail mit Kirschwasser und Essig *urgs*) getrungen habe...

Direkt neben uns saßen Leute aus Köln... schon klein die Welt...

Der Laden selbst war sehr nett eingerichtet. Schöne alte Stadtfotos mit einem Beamer an die Wand geworfen, was gewirkt hat wie riesige Bilder. Sah traumhaft aus, zumal der ganze Laden sehr dunkel war und kaum beleuchtet wurde. Wirklich ansehlich.

Simon hat sich dort übrigens breit schlagen lassen, einen Burger zu essen, der statt "medium done", "medium raw" war, da er laut Aussage der Bedienung sonst sehr trocken würde... tja... also trocken war das Teil am Ende definitiv nicht... eher... nunja... feucht vom rohen Fleisch und dem Saft und Blut, das rauslief... er hatte auch sichtlich Freude an dem halbrohen Burger...

War sozusagen unser zweites Essenshighlight an dem Tag. Das Dritte hatte auch wieder ich geliefert, allerings Mittags. Es gibt hier beim Mandanten Kühlschränke mit - typisch USA - Dosen von diversen Getränken. Seltsamerweise sind die Dosen mit Wasser meist sehr schnell weg (seltsam deswegen, weil die meisten Amerikaner eher auf Softdrinks wie Cola stehen...).

Ich dachte mir also, tu ich uns was Gutes und nehm statt der Coca Cola mal eine Abwechslung mit. Die Wahl fiel dann auf Dr. Pepper Cola... 40g Zucker auf 100ml... ich hatte es nicht gelesen, aber das Zeug war so pappsüß, dass man es nicht trinken konnte. Das war reinster Sirup... keine Ahnung, wer sowas kauft...

Die Tage probiere ich mal Root Beer. Das müsste etwas wie Malzbier sein. Ist bestimmt auch ein Traum :-)

Sonntag, 23. August 2009

Roadtrip

Am Sonntag sind wir los und haben mal unseren Corolla richtig ausgenutzt. Also auf quer durch die Stadt nach Norden. Wir wollten nach Edmonds, einfach um uns mal die Gegend da anzusehen und da das am Wasser liegt, hatten wir die Hoffnung mal etwas die Füße im Meer baumeln zu lassen.

Mittendrin ist uns dann aufgefallen, dass wir zwar einen sehr rudimentären Stadtplan von Seattle Downtown haben, aber definitiv keinen sonstigen... Verfahren war also sozusagen zu erwarten und ist uns dann auch passiert. Also raus bei der nächsten Tanke und dort eine Landkarte samt (ja, ich hab welche gefunden) Big Red Kaugummis gekauft. Da wir ja nette Europäer sind, sind die Amerikaner auch immer richtig hilfsbereit und geben einem Tipps ohne Ende.

Hier hatten wir den bekommen, dass wir wenn wir in Edmonds sind eine Fährenfahrt machen sollten und dann an den Olympic Mountains im Osten vorbei über Tacoma quasi eine große Kurve um Seattle fahren sollten. Haben wir dann auch gemacht:

Von Edmonds ausgehend mit der Fähre nach Westen rübergesetzt Richtung Olympic Mountains, dort weiter nach Poulsbo. Das ist ein amerikanisches Städtchen mit norwegischem Einschlag. Es gibt dort mehr Amerikanische Flaggen als sonstwo und einen sehr seltsamen Stadtkern...ich schätze das ist so wie sich Amerikaner Norwegen vorstellen. Holzhäuser mit rotem Lackierung und viele, viele Souvernirshops. Generell kaufen die Amerikaner überall wo sie sind Souvenire. Ganz groß gefragt sind zum Beispiel diese Magnetsticker für den Kühlschrank. Die findet man in jeder Farbe, Grüße und Form zu so ziemlich jedem erdenklichen Motiv. Hier natürlich hauptsächlich mit Seattlemotiven :-)

Wir sind nachdem wir im McDonalds (musste einfach mal sein...) eingekehrt sind weiter mit großem Bogen über Silverdale, Port Orchard bis nach Tacoma und wieder rein nach Seattle. Die Burger bei McDonals sind seltsamerweise (sollten ja überall gleich sein) deutlich leckerer als in Dtld. Mein Big Mac sah fast genauso aus wie in der Werbung, das Brötchen war frisch getoastet und auch ansonsten waren die Gurken sehr frisch, nicht so labberig wie bei uns... und selbstverständlich gibt es auch viele zusätzliche Dinge im Angebot. Zum Beispiel ist selbst der Ketchup selbst dosierbar in so einem Keksschüsselchen. Oder es gibt Burger mit Speck und solche Dinge. Sehr cool also.

Auf unserem Weg sind wir auch an der sehr genialen Flussgegend Colvos Passage vorbeigekommen. Dort standen in den Flussufern Hunderte von Angler nebeneinander, die zum Teil Fische in der Länge von einem Meter gefangen hatten. Lustigerweise haben die sich nicht beim Angeln gestört. Ganz im Gegenteil sogar unterhalten. Wieder ein Unterschied: Im Urlaub und auch im Strassenverkehr sind die Amerikaner so unglaublich entspannt, das ist nur noch beeindruckend. Die streiten nicht, die sind freundlich, die machen sich nicht an. Wenn mal einer vorbei fahren will, dann lässt man den vorbei, ob links oder rechts oder sonstwo. Und wenn man angelt, dann angelt man eben. Da gibts keinen Streit über "ich war zuerst da" oder "das ist mein Platz". Wie gesagt, sehr angenehm

Ach es gibt übrigens eine sogenannte Pool Line auf den Highways und Interstates. Dort dürfen Autos mit mindestens zwei Passagieren und Taxis fahren. Dadurch dass die meisten Amerikaner alleine unterwegs sind, sind die Teile dann immer so gut wie leer gefegt, selbst wenn man mitten im Stau wegen der Rush Hour steht. Auch toll :)

Abends sind wir dann mal wieder über Alki Beach gelaufen, haben ein paar Fotos gemacht und zum Schluss in einem Strandcafe Pizza gegessen und in der Sonne entspannt.

Fotos folgen, mein Netz ist hier sehr langsam :-)

Samstag, 22. August 2009

My oh my! Go Seahawks!

Und das hier hat einen extra Thread verdient:

FOOTBALL!

Bevor's losging, sind wir noch richtig schön amerikanisch Burger essen gegangen. Naja, zumindest wollten wir das. Dummerweise waren die Diner ums Stadion rum alle belegt, insofern sind wir etwas abseits essen gewesen in einem Lokal namens "New Orleans". Dort gab es einen "French Quarter Burger", benannt nach dem Viertel in Orleans: das ist ein Burger auf Pfannkuchen mit Käse überbacken und Bohnen und Reis. Total ungewohnt und vor alle ungewohnt lecker. Ausprobieren alle daheim!

Danach aber gings direkt zum Footballspiel… und ich kann nicht viel mehr sagen als, dass ich völlig von der Rolle war… sowas hab ich noch nie erlebt und es war nur noch geil, geil, geil! Drum hab ich auch viele Fotos gemacht:

Hier zum Beispiel sind wirklich tausende Menschen unterwegs, überall wird Party gemacht und ausgelassen gefeiert. Dazu gehört natürlich auch Alkohol, der dann in dutzende Trucks mit Bier transportiert wird. Hier zu sehen. Man muss allerdings dazu sagen, dass die Amerikaner sehr gesittet sind. Solche Abstürze wie in deutschen Fußballspielen kann man vergessen. Zumindest kriegt man davon nichts mit. Die ganze Veranstaltung ist eher ein großes Volksfest:

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Hier zu sehen ist der Eingang zum Spiel, links davon geht’s hoch, rechts waren die Trucks. Man kann hier schon in etwa erahnen, was auf einen zukommt und vor allem wieviele Menschen dort sind: Ich nehm's trotzdem vorweg: Es waren knapp 70.000…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Wir dann drin. Hier zu sehen ist Blue Thunder, eine Trommelkombo mit absolut genialer Musik…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, ich hab die mal gefilmt. Lautsprecher auf maximum, Bild vergrößern und Video anklicken. Und dann bitte vorstellen, man steht mitten unter jubelnden und ausgelassen feiernden Menschen… wow



Hier nochmals ein Video von denen, das ich im Internet gefunden habe… die sind einfach genial die Jungs…



Im Stadion selbst saßen dann neben uns Bronco Fans, die extrem viel Stimmung gemacht haben (dummerweise fürs falsche Team). Nur statt wie in Deutschland dafür verprügelt zu werden oder ein Bier über den Kopf zu bekommen, machen die sich hier einen Spaß daraus. Sobald die Seahawks (Seattle) irgendetwas machten, sind die drei aufgesprungen und haben bis ihnen die Luft ausging in alle Richtungen laut "Buuuuuh" geschrien. Sobald sie alle waren, ist der Rest aufgestanden und hat (jeder um sie rum) laut "Yeeeeah" gebrüllt… geil, aber völlig krank :-)

Bevors losging haben wir uns selbstverständlich noch ein Bier geholt und dazu einen schönen und leckeren amerikanischen Hotdog verdrückt. Wenn schon Football, dann richtig!

Hier zu sehen die Startshow der Cheerleader. Links davon Flagge der USA, rechts oben zu sehen das "Hawks Nest". Das ist sozusagen die Fantribüne der Heimfans, soweit es das gibt

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Hier ein Bild der gegnerische Mannschaft – Denver Broncos. Das sind wirklich dutzende von Spielern, viel mehr als im Fußball. Ich schätze bestimmt an die 50, zusätzlich gut und gerne 20 Trainer und ein halbes Dutzend sonstige Leute, die helfen

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Dann gings ab. 70 Tausend Menschen brüllen sich die Lunge aus dem Leib: Die Seattle Seahawks laufen ein: Erst eine riesen Rauchsäule, dann Trommeln der Blue Thunder, danach startet ein echter Falke quer übers Spielfeld hoch zum Hawks Nest. Kurz darauf erschüttert eine bombastische Explosion die Erde und überall starten Feuerwerke. Danach laufen die Spieler mit riesigem Jubelgeschrei ein. Die richtig berühmten Spieler kommen zudem einzeln mit einem eigenen Feuerwerk und machen noch mehr an Zusatzshow…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Kurz darauf spielen sie die Nationalhymne: Alle stehen auf und singen zum Teil mit. Für diejenigen, die den Text nicht kennen, wird sogar die Hymne gezeigt (ich denke primär für die Touristen). Sobald die Strophe auf "lands of the free, and home of the brave" kommt, herrscht Gänsehautstimmung pur so viel Jubelrufe und hurrays hallen durchs Stadionn (eine Hammer geniale Stimmung!)

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Dann gings los: Kick Off erstes Quarter, Seattle gewinnt am Ball und kurz danach gleich mit ein Homerun. Geht gut los:

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

So sah es nach dem erster Homerun aus: alles steht und schreit und springt, teilweise umarmen sich die Leute – flippen schier aus

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Danach rennen diese Jungs mit den Fahnen übers Feld, alle brüllen Touchdown. Die rennen allerdings nur beim Heimteam und im Laufe des Spiels noch dreimal mehr… ich bin ab dem Zeitpunkt Football und Seattle Seahawksfan :-)

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Zwischendurch mal wieder eine Cheerleader Choreographie. Alle werfen sich auf den Boden und tanzen danach sexy rum… die sind generell sehr heiß… eine sieht besser aus als die andere, das ist schon echt heftig…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Danach war dann auch Halbzeit, leider gabs kein Bier mehr nachdem die Pause vorbei war… dafür ging die Show dann weiter mit der Show in der Halbzeit:

Hier mussten Fans mit drei Würfen das Ding in der Mitte treffen. Derjenige der gewinnt, bekommt Applaus (keine Ahnung, ob er sonstwas bekommt)

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Danach kamen die Cheerleader mit lauter kleinen Nachwuchscheerleadern. Das komplettes Stadion war voll von denen; je nach Alter machen die dann mit ihren zugeteilten großen Cheerleadern eine andere Choreographie

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Hier mal ein Bild der Wechsel (!) Bank von Denver… irre viele Menschen. Noch dazu sind alle absolute Riesen…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Ein zweites Bild von mir (wuhu! Superlative! Zwei Bilder von mir an einem Tag…). Hinter mir das Hawks Nest:

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Bilder vom Spiel in Action – heftig wie die sich angehen… da hört man förmlich die Knochen knacken, aber im Gegensatz zu unseren Weicheifußballern stehen die danach wieder auf, schütteln sich kurz und spielen weiter…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Dann war Abpfiff. Seattle hatte deutlich gewonnen. Als das Spiel zu Ende war sind alle (!!!!) Spieler und Trainer aufs Feld gerannt… hier sieht man erstmal wieviele das wirklich sind…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Und hier noch "Blitz", das Fanmaskottchen. Der ist auf einem elektrisch betriebenen Roller auch während des Spiels durchs ganze Stadion geflitzt.

Vormittags am Cruisen

Soderle. Dauerte wieder etwas, aber ich hab hier einen tierisch vollen Terminkalender. Heute gibt's mal das Samstag-Update. Sonntag kommt hoffentlich morgen und allein der Montag ist bereits auch wieder einiges an Platz wert.

Samstag selbst wird dafür schon mal recht lange. Begonnen haben wir den Tag damit, dass wir unser neues Auto geholt haben. Gab nen Toyota Corolla, relativ neu (20k Meilen) und innen leider nicht ganz sauber. Die hatten einen Starbucksbecher vergessen (hab ich erwähnt, dass es die Teile so ziemlich an jeder Ecke gibt? Ich müsste mal eine Starbucks-Schnitzeljagd machen…). Schön an dem Teil ist, dass er super sparsam ist und dermaßen gut versichert, dass wir ihn wohl auch als völligen Schrott zurückbringen dürfen. Mein Arbeitgeber weiß schon, was er tut… manchmal :-D

Ach ja: Es gibt auch keine Kilometerbeschränkung. Oder wie sie es nannte, Meilenbeschränkung. Wie lief das?

Dame: "You can go as many miles as you want…"

Hendrik "Really, as many kilometers as we want?"

Dame "Erm, it's miles… we're in the US" *smile*

Hendrik: "Ah ja… whatever" … jaja… die USA :-)

Bildchen vom Toyota mit Hendrik beim rumwühlen:

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Danach haben wir das Teil erstmal quer durch die Innenstadt samt diverser Einbahnstraßen ("It's one-way!" *schreiendes Gegenüber* *hrhr*) manövriert und sind letztlich beim Discovery Park gelandet. Das ist ein Park in der Nähe der Küste mit altem Leuchtturm. Deshalb gibt’s dort sehr viele Ausflügler. Insgesamt ist das eine echt schöne grüne Gegend ganz ohne Verkehr. Wieder ein tolles Ding an der USA. Die haben so viel Platz, dass sie wirklich riesige Flächen einfach unbebaut und unberührt lassen können… der Freizeitwert ist generell sehr, sehr hoch hier, wenn ich ehrlich bin. Einfach weil es so ziemlich alles gibt: Geniale Sportmöglichkeiten, tolle Veranstaltungen, viel grüne Gegenden, tolle Straßen (nicht so kaputt wie bei uns… nicht überall zumindest *fg*)
Hier mal ein Bild von einem *trommelwirbel* alten Baum. Hammer oder? Was es da so alles gibt. Bäume, Blätter, sogar manchmal Gras… voll das tolle Land :-)

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Das ganze Gebiet war aufgebaut wie in einem alten Piratenfilm. Kleine Waldwege, die direkt an die Küste führen. Fehlten nur noch die Kanonenbunker, aus denen ein lauter "Ar Ar Ar" zu hören ist und ich hätte mich an "Fluch der Karibik" oder "Die Schatzinsel" erinnert gefühlt… hier mal der Blick von einer der Waldlichtungen auf die Küste. Links davon liegt irgendwo Seattle, was aber nicht mehr zu sehen war, da wir uns in einer ruhigen Bucht befunden haben… schon schön…

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Hier mal ein erstes Bild, auf dem ich auch zu sehen bin. Wir sind gerade auf einem der Waldwege, kurz nach dem Bild der Küste (rechts davon um genau zu sein). Von dort aus sinds noch einige hunder Meter, pardon Yards, wir sind ja in USA, bis zum Leuchtturm

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Nachdem wir uns durch den Wald geschlagen haben, gings hier zum Strand. Der ist voll von Strandgut. Zum Teil sind da sogar alte Schiffsplanken dabei… davor gibt es dann meterweite Linien mit Muscheln und Kieseln… war wirklich klasse dort. Im Sommer sind da wohl auch Robben und Seelöwen. Ist eben nahe bei Kanada. Gesehen hab ich leider keine… einen Biber allerdings konnte ich sehen im Wald. Nur war der nicht fotogen und war schneller weg als ich den Auslöser drücken konnte. Insofern mal die Bilder von der Küste:

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Die Küste wenn man weiter läuft, kommt man zu einem alten Leuchtturm (den, den wir gesucht hatten). Mittlerweile steht er zwar leer, ist aber noch immer Ausflugsziel für viele Leute. Wie gesagt, die Gegend ist ein Traum…

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Noch ein Bild vom Leuchtturm aus auf einen nicht surfenden Surfer… schätze dem waren die Wellen nicht hoch genug… versteh ich gar nicht… wo es doch gar keine gab… da können die ja auch nicht zu niedrig sein oder? Ich meine, was nicht da ist… Sah auf alle Fälle witzig aus, den Typ auf dem Brett stehend mit nem Padel in der Hand zu beobachten. Das ging wirklich gut voran.

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Nochmal ein Bild aus dem Park: diesmal eines der Flüsschen im Park, völlig naturbelassen –wie gesagt typisch USA…

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Danach sind wir wieder zum Auto und sind von der Westküste quer durch die Stadt Richtung Osten gefahren. Dort ist eine sehr reiche Wohngegend. Überall teure Autos, schöne neue Häuser, eines größer als das andere… das ist eine Seite der USA, die sehr beeindruckend ist… ich denke auch, dass diese Leute nicht viel von der Armut in der Innenstadt und der Unmenge an Bettlern, die es seit der Finanzkrise gibt, mitbekommen. Nein, falsch. Ich weiß es sogar. Immerhin hatten wir uns mit unserem Mandanten beim Mittagessen letzte Woche genau darüber unterhalten.

Hier mal ein Bild die Strasse runter, um einfach mal ein Gefühl für die Gegen zu bekommen… geil: saftig grüne Vorgärten mit Häuschchen, die weit auseinanderstehen.

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Weiter die Strasse runter war dann eine kleine Bucht:

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Dort haben wir ein amerikanisches Pärchen getroffen, die einen wasserscheuen Hund dabei hatten, der gerade mal 8 Wochen alt war. Die waren super nett. Upperclass eben. Das merkt man wirklich sofort. Das Bildungsgefälle ist so dermaßen extrem, das kann man nicht beschreiben, das muss man selbst erleben. Die gebildeten Amerikaner sind sehr freundlich, wahnsinnig wissbegierig und haben eine beeindruckende Allgemeinbildung. Der Mann war zum Beispiel zum Arbeiten bereits in München und hat mich sogar gefragt, ob dieses Jahr wieder Tollwood war… klar war's… nur ich war nicht da, ne…

Gegenüber wohnt dann Bill Gates in einem riesigen Haus mit vielen Wachen. Auf dem Bild ist sein Anwesen ein klein wenig zu sehen; genau in der Mitte des Bildes ist ein kleiner Kran. Davon rechts geht’s weg. Man sieht den Dachgiebel…

Angeblich sind die Sicherheitskräfte dort so unangenehm, dass sie sogar den 13 jährigen Sohn der beiden gezwungen haben einige Meter vom Ufer entfernt mit seinem Segelboot umzudrehen, weil es Privatgrund sei. Soweit kein großes Ding, aber sie hatten wohl bereits die Waffen im Anschlag… da hörts dann fast wieder auf. Aber auch da erkennt man den gebildeten Amerikaner: So richtig glücklich mit dieser Art und Weise und überhaupt der Schusswaffenfreude waren die nicht wirklich…

Naja, die beiden gaben uns noch Tipps, wo wir zum Essen hin gehen können; das hatten wir dann auch direkt angesehen, aber keine Zeit mehr gehabt, weil es ja zurück zum Football gehen sollte schön langsam

Freitag, 21. August 2009

Dies und Das...

Soderle. Es kam ja schon einige Tage kein Update mehr. Das hängt zum einen daran, dass wir wie beschrieben sehr viel Arbeit haben, zum anderen aber auch einfach daran, dass wir uns nicht mehr so viel angesehen haben, was einen wirklich ausführlichen Blog rechtfertigt. Nichtsdestotrotz ist natürlich einiges passiert, das ich niemandem vorenthalten möchte.

Ich hab zum Beispiel einen tiefen Einblick in die amerikanische Filmkultur gewonnen. Insbesondere scheint man seichte Komödien zu lieben... gerade Verrückt nach Mary, ist wohl der absolute Lacher. Zumindest haben sich darüber zwei Amerikaner unterhalten, die mich ungelogen bis 3 Uhr morgens um meinen Schlaf am Mittwoch gebracht haben... deren Sprachlautstärke war so extrem, dass ich die gefühlt neben mir im Zimmer sah und die eingebildeten (ob ihrer Anwesenheit im Zimmer, da im eigentlichen Sinne waren sie ja... nur eben woanders... also nebenan) Typen am liebsten gelyncht hätte. Dummerweise kam ich nicht durch die Wand und irgendwie war ich auch zu müde, um mich wirklich wieder anzuziehen und zu klopfen... der nächste Tag ging dementsprechend großartig und extrem ausgeschlafen los :-)

A propos Amerikaner: Die sind ja immer so überglücklich. "I love to do". "It's awesome". "Oh my gosh, this is so cute!" ... mittlerweile allerdings toppen sie echt auch noch sich selbst: Der neue Standard im Büro ist "Happy *Wochentag einfügen*". Ich meine Montags und Freitags kann ich ein "Happy Monday" oder eben "Happy Friday" irgendwie noch verschmerzen. Besonders letzteres ist ja auf gewisse Art und Weise auch bei uns nicht unüblich, weil man sich ja schon auf sein Wochenende freut. Aber wieso bitte freuen die sich über jeden einzelnen verdammten Tag, den sie auf Gottes Erde verbringen dürfen? Und zwar in einer derartigen Penetranz, dass es als entspannter und ausgeglichener, gleichwohl etwas unterkühlter, Deutscher echt grenzwertig ist... "Happy Tuesday" - dem nächsten, der sowas sagt, zwick ich dir Ohrläppchen an seinem Hemdkragen mit nem Tacker fest...

Am Donnerstag waren wir mit einem der Mandanten essen. Er ist Director, also etwas Höheres, und hat uns in seinem Saab Cabrio mit Handschaltung (!!!!) zu seinem Golfplatz mitgenommen. Erwähnte ich, wie irre die Leute hier sind? Mittags mal eben Golfen. Dazu fahren sie diese lustigen Golfbuggies von einem Loch zum nächsten... nur, dass der Golfplatz so klein war, dass man länger gebraucht hat einzusteigen, loszufahren und auszusteigen (ich erwähne das Golfschlägerpackritual nicht...) als man gebraucht hätte gleich zu laufen. Wobei der Amerikaner von Welt läuft ja nicht... Auf die entsetzte Frage wie wir fünf Häuserblocks zur Waterfront (Hafen und so weiter) ohne Auto kommen wollen, hatte ich letztens mit einem verwirrten "Zu Fuß?" geantwortet. Der Amerikaner fiel fast in Ohnmacht... immerhin sprechen wir hier von einem fast fünf Minütigen Weg... schon irre, wir Deutschen.

Achja. Ich wurde von einem amerikanischen Kollegen gebeten, meinen Blog in Englisch zu übersetzen, damit er meine Erkenntnisse über seine Kultur und meine sonstigen Erlebnisse mitlesen und vor allem verstehen kann. Das werde ich natürlich nicht (!) tun - wo komm ich denn da hin? Insofern @ Matt: "If you're reading this, dude. I will no fuck*** way translate anything I wrote so far into English. Go ahead threatening me, I don't care. Even if you're going to follow through with taking me to soccer games (Americans can't play soccer, have I mentioned that before? I bet I did...) and getting me sloshed with your horrible american beer, I will stand my ground. This is it! Here I stand and I will not move! This day we are fighting back!" :-)

Was noch kommt (die nächste Zeit - muss ja mal aufholen...):

Heulende Stewardess im Aufzug
Kein Bier ohne Ausweis
Erzählung über Amerikaner in einer Bar mit Glücksrad (Cheer, Wuhu!, völlig abgehen, bescheuert...)
Morgen gehts dann zum Football (wir haben geniale Tickets über eine Partnerin für weit unter der Hälfte des regulären Preises bekommen)
Zudem haben wir ab morgen auch endlich einen Mietwagen - Wuhu! Waterfront, ich komme!

Ich sitze im Übrigen gerade in einer Schwebebahn Richtung Space Needle. Von dort aus gehts weiter zu Bekannten, mit denen wir erstmals einen Film kucken und Bier mit Pizza vertilgen, bevor wir wieder die Nachtlokale in Seattle Capitol Hill unsicher machen. Haltet uns, die Deutschen sind los. Wuhu! (ich amerikanisiere langsam...)

(sent by a mobile device)

Update:

Ich wollte ja noch einiges anfügen. Zum Beispiel über die schniefende Stewardess. Die Geschichte ist gekoppelt mit den Glücksradamerikanern und keinem Bier ohne Ausweis...

Also nachdem Hendrik und ich Donnerstag abends zu spät ins Hotel für die Lounge kamen, hatten wir spontan entschieden, dass wir ohnehin zu wenig aus waren die Woche. Und da zudem gerade Baseball lief, sind wir ins Von's unseren Stammdiner (der zu dem ich laufend gehe und komisches Bier und Fisch statt irgendwelchem Hühnchen und einem Lager bekomme). Dort angekommen, wollte ich erstmal ein jamaikanisches Bier testen. Das war nämlich im Angebot. Die haben dort ein Glücksrad mit diversen Getränken drauf und das wird jede halbe Stunde gedreht. Dazu flippen die Amerikaner völlig aus und freuen sich einen Ast ab. Das ist so irre, dass es schon fast wieder gut wird :-)

Na wie auch immer... ich hab das Bier nicht bekommen, weil ich meinen Ausweis vergessen hatte... da sind dir echt strikt. Entweder Ausweis oder kein Bier. Wobei: Nicht alle. Manche sind da auch locker. Unsere Bedienung an dem Abend war's auf alle Fälle nicht. Insofern bin ich ins Hotel zurück (liegt ja auf dem Weg) und fahr hoch, schnapp mir den Ausweis und will wieder runter. Steht dann da doch eine Stewardess mit verheulten Augen und schniefend als hätte sie die hässlichste Erkältung, die man sich vorstellen kann... da man in Amerika aber sehr schnell wegen sexueller Belästigung dran ist, wenn man eine Frau nur schief ansieht, hab ich sie nur innerlich bedauert und so getan als würde ich nichts merken... komische Welt irgendwie...

Soderle. Soweit zum Wochenrückblick. Freitags abend sind wir ja dann noch zu Bekannten gegangen, die einen Videoabend veranstaltet haben. Dabei gings mal wieder quer durch die Stadt. Unter anderem nochmals beim Pike Market vorbei (ich kann das Teil nicht oft genug fotographieren…)

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Von dort aus über den Stadtcenter in die Monorail (muss mal ein Foto von dem Ding machen) bis zur Space Needle. Dort gings dann weiter zu Simon. Vorbei kamen wir an diesem Springbrunnen. Alle, die sich mal Seattlebilder ansehen, werden den zum Teil beleuchtet vor der Space Needle sehen. Der liegt quasi in einem kleinen Park direkt daneben. Schön ist vor allem, dass sie Boxen integriert haben, die ruhigen Soul spielen. Daher sitzen da auch so viele Leute und wippen einfach zur Musik. Wenn man bisher eines sagen kann, dann dass die Amerikaner viel entspannter sind in vielen Bereichen als wir Deutschen. Die hetzen nicht, die drängeln nicht, die haben wenn sie Freitzeit haben einfach Freizeit und relaxen.

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Bei Simon waren wir dann so gut und gerne 8 Leute und haben uns Hangover (genialer Film, muss ich unbedingt kaufen; Notizanleg) angesehen, schön amerikanische Pizza gegessen (nicht so dicker Boden wie erwartet, aber insgesamt eher durchschnittlich… ) und ein amerikanisches Bier namens Corona getrunken, das es auch in Deutschland gibt. Sehr lecker.

Von der Wohnung aus hat man übrigens einen genialen Blick über die Skyline. Daher das Foto.

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Die Bude ist übrigens der Hammer: 2 Schlafzimmer, riesengroßes offenes Wohnzimmer mit Dachterasse. Dazu eine genialste Ledercouch und ein DVD Sound System von Bose… nicht übel… mal sehen, ob unser Appartment auch so wird… aber ich bezweifele es irgendwie…

Wie letzten Freitag sind dann einige von uns weiter in einen amerikanischen Club gegangen. Die hatten Mixed Songs, d.h. jedes Lied ne Minute angespielt und dann aufgehört… naja… zudem Hip Hop… mh… und das in der Geburtsstadt des Grunge… hab mich bei nem Bekannten aus USA an dem Abend erkundigt, wo es Rockclubs gibt. Leider sind die wohl alle außerhalb. Mal sehen, ob wir da noch hingehen. Ist ja noch reichlich Zeit.

Im Club selbst wurde Hendrik beim Bierholen darauf hingewiesen, dass man seinem Barkeeper normalerweise durchaus etwas Trinkgeld gibt. Warum? Weil er ihr 20 Dollar gegeben hat und nicht wirklich wußte, was fehlt. Nette Geschichte, so dezent darauf hingewiesen zu werden, was in USA denn üblich sei. :-)

Um kurz vor 2 wurden wir dann höflich nach draußen gebeten, weil die Freiheit in USA zwar sehr wichtig ist, aber nicht so riesig, als dass man nach 2 Uhr noch irgendwo ein Bier geschweige denn einen Club finden würde. Schon leicht schizophren, wenn man sich überlegt, dass es auf der anderen Seite zwingend für jeden als normal gilt, dass man eine Waffe mit sich führen darf. Übrigens nicht in Clubs. Da wird man durchsucht, bevor man rein geht :)

Dienstag, 18. August 2009

Seid ihr Berater oder aus Europa?

Die klassische Antwort auf diese Frage lautet: Beides. Ist uns heute im Aufzug passiert. Amerikanerin beim Mandanten typisch gekleidet in Jeans, Hoddie und Flip Flops hat das gefragt... naja und wir ohne Krawatte, ohne Jacket, lediglich mit Stoffhose und Hemd. Und doch fallen wir auf wie bunte Hunde. Schon komisch hier... die Einzigen, die außer uns noch Anzugshosen tragen sind die Securityjungs :-)

Mal sehen, ob wir nicht bald auch in Jeans gehen...

So viel ist die letzten beiden Tage übrigens gar nicht passiert. Meine Tage beginnen im Moment gegen 6 Uhr morgens, weil wir ab 7 Uhr local time die ersten Calls haben. Danach gehts in die Arbeit, wo wir zumindest gestern und heute nicht vor 19 Uhr rauskommen... danach ist nicht mehr viel mit ansehen oder sonstwas Nettem...

Gestern allerdings war ich ja in diesem Crocodile Cafe, das ist ein Club (schätze deshalb heißt er auch Cafe, nicht Club...), in dem so ziemlich jeden Tag Livemusik stattfindet. In den Raum selbst gehen ca. 150 Leute; dabei hat das Teil eine geniale Akustik. Gespielt hat dort zum Beispiel auch Nirvana. Soweit ich weiß, wurden die dort sogar entdeckt... sagt man sich so... aber da auch jeder Amerikaner einen Verwandten in Deutschland hat oder zumindest jemanden kennt, der mal früher auf Nazis geschossen hat, nehm ich nicht mehr unbedingt alles hier für bare Münze.

Gilt im Übrigen auch für das Thema Hilfe und so. Es ist richtig spaßig, den Amerikaner, der einem angeboten hat, gerne bei allen Fragen behilflich zu sein, genau dafür zu missbrauchen... "Can you please?", "Sorry, but we would...", "Would you mind..." ... haha... wir Deutsche können solche miesen, kleinen, gemeinen Kerlchen sein. Kein Wunder, dass die früher auf uns geschossen haben oder so. Ach ja: Muss mal abklären, ob es Hitler eigentlich noch in Deutschland gibt. Wurde das bereits zweimal gefragt... bisher war mir das nicht bekannt, aber wo es jetzt doch so gehäuft kommt... vielleicht hab ich ja auch etwas nicht mitbekommen. Hatte ich erwähnt, wie dumm der Durchschnittsamerikaner ist?

Naja, egal: Also wir waren gestern wie gesagt dort, in diesem Crocodile Cafe, weil Emiliana Torrini gespielt hat. Davor gab's eine Sängerin, die etwas Songwritermusik gemacht hat. Bisserl Gitarre, bisserl erzählen dazwischen, Liedchen trällern. War ganz okay, Anya Marina hieß die. Nie von ihr gehört, schätze das bleibt auch so... wobei sie ne nette Stimme hat, wenn sie mal richtig Gas gibt... tat sie nur leider nicht oft genug...

Crocodile Cafe - Emilana Torrini

Danach kam dann eben Emiliana. Zwei Stunden in etwa hat sie gespielt. Nette Songs, ein, zwei richtig rockige Teile, der Rest war eher zum Schunkeln. Nicht so wirklich mein Stil, aber gut für nen entspannten Abend bei nem Bier. Bilder:

Crocodile Cafe - Emilana Torrini

Crocodile Cafe - Emilana Torrini

Crocodile Cafe - Emilana Torrini

Warum schreibe ich das alles so unemotional? Naja, weil's das war. Da hätte unter Umständen richtig Stimmung aufkommen können, aber irgendwie... wie schreibt man das? Naja, die Amis können nicht wirklich feiern. Obwohl sie ja angeblich genau das richtig können. Nur auf Konzerten scheint wohl ein Sicherheitsabstand von einem halben Meter pro Mann Pflicht zu sein. Bloß kein Körperkontakt oder etwas mehr bewegen als mit den Händen wackeln oder mit den Füßen wippen... komischer Laden, coole Location, aber komisches Publikum, komischer Laden... ich hab ein Deja Vu...

Wenn man sich diese Links hier mal ankuckt, wundert einem das: Die Frau hat einige richtig coole Sachen gemacht:





Für alle Herr der Ringe - Fans: Da ist sie im Soundtrack zu hören:



Dafür waren wir heute Abend unterwegs und haben einen Waschsalon gesucht. Auch spannend, ne? Manche Sachen sollte man für sich behalten, aber nach all den lustigen Dingen finde ich, könnt ihr ruhig auch mal lesen, wie man sich hier um saubere Unterwäsche zu kümmern hat. :-)

Die waschen Wäsche hier übrigens nach Gewicht. Pound (lbs) um genau zu sein. Heißt übersetzt Pfund. Wiegt dann aber nicht 500 Gramm, sondern irgendwas um die 450 Gramm und paar Zerquetschte. Jedes dieser Pounds kostet $ 1,75 und man muss mindestens 11,5 lbs haben... hab ich so viel? Keine Ahnung... wird sich morgen früh rausstellen, wenn ich mit schmutziger Wäsche bei der Reinigung auftauche, wieder belächelt werde, weil wir so schnuckelig herausgeputzt sind (doofe Amis...) und dann wieder mit dem Sack (Kleidersack, nicht der werte Herr Kollege *fg*) abziehen kann, weil er nicht genug Pfund wiegt (wieder der Kleidersack, nicht der Kollege... ich schätze der wiegt mehr. Also der Kollege, nicht der Sack... Kleidersack... is klar, ne?).

Was wollt ich noch? Bin grad so leicht übermüdet und latent unmotiviert. Mir geht das Essen auf den Keks. Ich hätte zum Frühstück gerne mal eine schöne Laugensemmel mit Schokolade... oder Salami... oder einfach nur ein nettes Stück Leberkäs... Schnitzel hätte auch was... oder ne Currywurst... mh... hab ich erwähnt, dass ich letzte Woche einen echten HotDog essen war?

Der Typ hatte gemerkt, dass ich kein Amerikaner bin... ja sowas merken die...

"ich bin aus Deutschland..."

- fragender Blick -

"Das ist in Europa..."

- fragender Blick -

"Also nicht in der USA..."

- verstehendes Nicken - "Ja, davon hab ich schon mal gehört..."

- höfliches Lächeln (Klar, doch, ich wette du weißt sogar wo das liegt, Dummbeutel...)

Hab ich erwähnt, dass die Amerikaner dumm sind? So im Durchschnitt? Ich glaub nicht... Dazu war das Teil nicht mal lecker... fettige Wurst, viele Zwiebeln, Rest war Eigenarbeit... da geh ich lieber zu Ikea...

Noch zur Abwechslung eine typisch amerikanische Werbung... keine Ahnung warum ich gerade jetzt darauf komme, aber die Stimme des Mädchens ist typisch für das klassische Bild von Mädchen/ Frauen hier: Quietschestimmchen :-)



So, ich geh jetzt Aufzugbingo spielen: 34 Stockwerke, vier Aufzüge und wenn man schnell genug ist, kann man mindestens zwei blockieren, indem man jede Stockwerktaste drückt... haha... hoffe nur, dass das Gerücht, die hätten Kameras in den Aufzügen nicht stimmt. Das wird ein Spaß *händereib*...

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