Sonntag, 16. August 2009

Supersize me!

USA. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Land der 170 Mio. $ Jackpots im Lotto. Das Land der Supersize (gefühlte 10 Liter) Größen. Und das Land der Diätprodukte. Ein Land voller Widersprüche. Und ich rede hier nicht von Arm und Reich (darüber könnte ich mittlerweile bereits einen eigenen Blog füllen) oder von Schön und Hässlich oder Dumm und Schlau (gerade letzteres habe ich ja bereits angedeutet). Sondern von einem Land, dass so wenig diskriminieren möchte, dass es allein durch seine Nichtdiskriminierung eigentlich nur noch diskriminiert... wie komme ich darauf?

Naja, die meisten wissen ja, dass ich eine kleine, feine Nahrungsmittelallergie habe. Nichts wirklich Weltbewegendes, aber ich muss halt höllisch aufpassen, was ich esse und trinke. Besonders auf Milch und vor allem auch Süßstoffe... was aber passiert mir heute? Ich bin eben sportlich schlank... deshalb gehöre ich der Spezies Diätproduktekonsument an. D.h. ich bestelle eine Cola ("I'm going for a coke, please") und bekomme irgendein extrem süßes Zeug... denk mir halt, es wird wohl ne Pepsi sein... nehm dankend den Refill an (kostenloses Nachfüllen, gibts hier im Preis inklusive, geiles Zeug) und seh auf der Rechnung, dass es keine Pepsi, sondern Diätcola war... yeah... Jackpot... ich merk schon wie sich die Magennerven aufstellen... mir wird heiß, mir wird kalt... war ja nur knapp ein Liter von dem Zeug... eigentlich müsste ich in knapp ner halben Stunde richtig viel Spaß mit Kreislauf und allem was dazu gehört bekommen... insofern schnell Notfallmedikamente reinwerfen und dann gabs nach einer Stunde Entwarnung. Aus leicht flauem Gefühl nix gewesen. Ne Erfahrung mehr gemacht: Zukünftig sehr deutlich sagen, dass ich eine normale Cola möchte... nicht, dass ich wieder in eine Schublade gesteckt werde... aufatmen...

Was neben dem, haben wir heute also eigentlich gemacht? Naja, wir sind mit einer Fähre losgezogen und haben uns Bainbrigde Island angesehen. Das ist östlich (diesmal echt) von Seattle. Ein ca. 40 Minuten Fähren Ride entfernt. Total verschlafenes Städtchen... wirkt ein bißchen wie in alten US-Filmen. Schön mit der Linie gezogen, lauter heiße KartoffelnimMundhabendeAmerikaner um einen rum und sonst... nix... Pick-Ups... Pick-Ups... noch ein, zwei Pick-Ups... hier und da ein Polizist... viele Touristen... ne ganze Menge Segelboote... und viele Holzhäuser und Kirchen...

Das hier war allerdings noch genial: Bild von Seattle aus der Fähre heraus:

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Hier ein Bild beim Einlaufen in den Hafen... schön mit Segelboot und so

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Paar Bildchen zum Grübeln/ Mitlangweilen/ USA-Outback-Gedankennachhängen...

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So gegen 17 Uhr waren wir dann wieder in Seattle... fünf Minuten ins Hotel, Badezimmerlampe kaputt... runter zum Concierge gerannt, das gemeldet und dann weiter eine Strasse nach oben, weil wir uns an der Ecke Pike Street/ 7th Avenue mit unseren Traineekollegen vom Freitag verabredet hatten, um zur Alki-Beach zu fahren (ja, klingt lustig, heißt aber echt so und ist ein ziemlich genialer Sandstrand mit Bars an der Promenade; spricht sich im Übrigen nicht "Alki" sondern "Alkei" ;-))... und da wir heute knappe 30 Grad hatten, war das natürlich genial.

Dort entspannt in nem Diner paar Pommes gefuttert, ein, zwei Bier getrunken, danach nen Schokokuchen gegessen ("Volcano Chocolate") und die Leute beim Volleyball beobachtet.

Bild in die Promenade:

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Am Ende gabs dann noch einen traumhaften Sommeruntergang zum Abschied und die Erkenntnis, dass ich irgendwie sehr wenig Lust zum Arbeiten habe, wo es so viel coole Sachen zu sehen gibt hier:

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Bilder der Leute, die mittlerweile regelmäßig mit uns losziehen, gibts natürlich auch... allerdings mag ich nur ungern Bilder von jemandem hier reinstellen ohne gefragt zu haben. Bleiben also geheime Verschlusssache :-)

Ach und ich hab recherchiert, was die Menschenmasse gestern sollte: Das war ein Legalisiert Drogen Festival... kein Wunder, dass mir laufend breit grinsende Leute mit leicht süßlichem Duft begegnet sind... alles easy... hatten wa auch schon mal, ne? Ist halt doch Westküste... da sind die alle so... hab ich erwähnt, dass ich schon den zweiten Drogendealer getroffen habe? Naja, nicht getroffen gesehen...

So und um zum Schluss zu kommen: dem geneigten Leser ist bestimmt aufgefallen, dass ich ja gestern den Hinweis auf die Jungle Drum gegeben hatte, gell? Na, was hat sich denn der Björn damit gedacht, wird sich so mancher vielleicht gefragt haben? Ja, was denn nun? Naja ein Konzert hab ich angedacht: die Dame namens Emiliana Torrini, die mit eben jenem Lied gerade in den Charts hoch und runter gedudelt wird, gibt hier im Crocodile Cafe (der Club, in dem Nirvana entdeckt wurde...) morgen Abend ein Konzert. Tjaja und wir gehen wohl hin... für 15$ das Ticket... nicht schlecht, wa?

Und deshalb zum Ausstand ausnahmsweise mal kein Foto, sondern ein Videolink: Lasst die Jungeltrommel trommeln!

Samstag, 15. August 2009

The day after yesterday

Haha, toller Titel... mir gehen die Titel aus, das ist das Problem.

Passend wäre auch gewesen: "Verkatert in Seattle" statt Schlaflos... oder vielleicht "Die fabelhafte Welt der furnished appartments"... egal, ich zitiere jetzt einen Emmerich Klassiker.

Wie war also mein Tag heute? Naja... schwerfällig zu Beginn... ich hatte Kopfschmerzen (wen wunderts) und nen ziemlich ekelhaften Geschmack im Mund (nicht was ihr jetzt wieder denkt... einfach so). Erstmal unter die Dusche, langsam zum Frühstück runter und da gings mit dem Nervfaktor schon los. Nervige kleine Drecksamerikaner, die unerzogen überall vor meinen Füßen rumspringen, wo ich doch in Zeitlupe sehe und mein Kopf trommelt wie eine Jungle Drum (was ein Zweideutiger Scherz... und der wird besser, wenn ich erzähle was wir für Montag geplant haben...)... dazu gab's amerikanisches Kinderkabelfernsehen... "Who's Raven" oder so... eine laute, grellbunte Ansammlung von seltsamen Dingen, die sich nur Amerikaner ausdenken können... das Mädel (aus der Serie, nicht das nervige Kind in der Lounge) war auf einer afrikanischen Inselkolonie (glaub ich, hab den Anfang verpaßt) und wurde dort von kräftigen Schwarzen getragen, weil sie sobald sie den Boden betritt mit dem Prinz der Insel verheiratet wird... häh?!?! ...

Ums kurz zu machen: Der Tag ging nicht ganz so optimal los...

Danach haben wir uns in die Stadt gewagt, um endlich mal nach furnished appartmens zu suchen (vgl. auch ersten Absatz). Gefunden haben wir nichts wirklich Weltbewegendes bis auf eines. Die melden sich Montag zwecks Termin. Mal sehen, ob das was kann... ansonsten bleib ich im Hotel. Denn richtig möbliert gibts kaum etwas. Die meisten muss man selbst einrichten... man wählt also was man will und zahlt dementsprechend dafür... nur sowas auch noch zu machen neben all der Arbeit und sonstigem Stress: Ne... echt nicht... bin froh, wenn mein Umzug in München über die Bühne geht, ich zieh garantiert nicht mit Möbelwahl auch noch in Seattle um... also weiß Gott nicht...

Naja... während wir also hier rumspaziert sind, haben wir natürlich auch einige ganz lustige oder seltsame Dinge entdeckt.

Zum Beispiel das fahrende Schwein, eine Sandwichbude:

Hot Dog-Stand

Oder einen echt bayrischen Metzger (keine Ahnung, ob der ungefähr so bayrisch ist, wie das Kölsch eben nicht aus Köln, sondern aus Oregon ist... ) Achso: Es gibt die Tage hier ein bayrisches Fest. Mal kucken, wie das so ist. Schön mit echter bayrischer Musik, echtem bayrischem Essen, tollem bayrischem Bier und nicht zu vergessen diesen typisch bayrischen Stickern und Bildchen und Kühlschrankmagneten, die man in Bayern (das ist irgendwo in Europa) an jeder Strassenecke kaufen kann... o.O...

Bayrischer Metzger

Danach gings weiter Richtung 1st Avenue, weil dort einige Housinganbieter sein sollten; wir sind dann an einem ziemlich bekannten Park vorbeigekommen... der ist so bekannt, dass ich den Namen wieder vergessen habe. Auf alle Fälle wurde er von Bill Gates und seiner Frau gestiftet bzw. besser gesagt von seiner Stiftung finanziert. Dort laufen dann freiwillige Leute rum, die ein Schild mit "Ask me" tragen und damit zum Ausdruck bringen wollen, dass man sie - wer hätte es gedacht - zu allem hier fragen kann. Meist können sie einem dann auch so ziemlich alles beantworten... meist...

Interessant in USA ist ohnehin, dass die für jeden Mist einen Job haben. Da gibt es am Flughafen wirklich Leute, die den lieben langen Tag ein Megaphon in der Hand haben und brüllen, dass US Bürger bitte Line 1, 2 und 4, Visaeinreisende bitte Line 3, 5 und 6 (keine Ahnung warum die da 3 und 4 vertauschen, soll vllt. den Anspruch für den Job erhöhen... nicht an den Fingern abzählbare Ansage = mindestens Highschoolabschluss - bin ich böse...) zu nutzen haben. Oder aber im Starbucks gibts einen, der die Bestellung aufnimmt, einen, der das Sandwich aus dem Regal nimmt, einen, der das Sandwich toastet, wieder einen, der den Tee/ Kaffee macht und wiederum einen, der dann das ganze Zeug aushändigt. Ich glaube der, der die Bestellung aufnimmt ist der Chef... schätz ich mal... der kriegt ja auch das Geld...

Wo war ich? Beim berühmten Park. Da gibt es solche "genialen" Kunstwerke aus Stahl... viele davon... seeeeehr viele davon:

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Daneben ist Alaskan Way, das liegt direkt am Wasser (Waterfront) und dort geht es weiter zum sog. Myrtle Edwards Park... was auch immer dort ist, es scheint wahnsinnig spannend zu sein...

Menschenmassen vor einer Legalize Drugs Veranstaltung

Auf dem Foto sieht man eine Menschenmenge... die geht auf der linken Seite des Bildes weiter und auf der rechten bis zum Horizont sozusagen auch. Die stehen da schön in Reih und Glied (der Amerikaner steht insgesamt sehr gerne an... egal wo eine Schlange ist, er stellt sich an. Schön artig... und wehe man geht nicht in der Schlange... dann wird man nicht bedient/ darf nicht in den Aufzug oder bekommt sonst Ärger...)

Naja, wir also weiter ohne zu wissen, weshalb da so viele Menschen anstehen - Memo an mich selbst: du wolltest das googeln -> To Do für Morgen.

Irgendwann kamen wir dann auch noch an der Key Arena vorbei... das sagt jetzt wahrscheinlich den wenigsten etwas, aber dort haben früher mal die Super Sonics gespielt; mein Lieblingsbasketballteam aus der Western Conference damals als ich selbst noch Basketball gespielt habe. Mit Det "The Threat" Schremp bzw. Gary Payton... die mochte Jürgen (für alle, die ihn kennen) ebenfalls sehr gerne... und sie haben laufend gegen die Chicago Bulls (mein absolutes Lieblingsteam) verloren. Also ein Teil meiner Vergangenheit... jetzt spielt da die Frauenbasketballmannschaft/-frauschaft? Seattle Nochirgendwas... schade irgendwie...

Key Arena

Auf dem Rückweg gabs dann noch ein nettes Gimmick für meinen alten Herrn: Eine perlweiße Goldwing mit drei Rädern:

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Hab ich erwähnt, dass die Amis spinnen? Ich meine ja...

Danach sind wir ins Hotel, haben bis 19 Uhr Pause gemacht und uns anschließend in einer American Sportsbar bei Burger und Bier Football und Baseball angekuckt... irgendwie hat das schon was hier...

Ach doch: Ich war dazwischen noch nach CDs kucken. Gefunden hab ich nichts. Allerdings hab ich einiges über die Strassenregeln hier gelernt: Niemals bei Rot über die Strasse gehen. Auch wenn kein Auto kommt. Sonst wird man von einem Polizisten auf dem Fahrrad darauf hingewiesen:

"Entschuldigen Sie bitte. Die Ampel ist rot..." (Eigentlich war's eher etwas wie: "Stop, Sir! Now!" - stehenbleiben, salutieren - "What lights do you see, sir? Red or green?" - erneutes salutieren "Red lights, sir! Never seen any green lights, sir! I hate green lights, sir! Luv seeing the red ones, sir!" )

"Öh... stimmt..."

"Rot heißt stehenbleiben. Woher kommen sie?"

"Äh... Deutschland" ... ... ... "Sir..."

"Aha. Gibts da keine roten Ampeln?"

"Öhm... doch" ... ... ... "Sir..."

"Und da geht man bei rot?"

"Nein, Sir" (ich wurde besser...)

"Warum machen Sie das dann hier?"

"Naja... ich... hab nicht darauf geachtet... Sir..."

"Gut... diesmal ist das noch in Ordnung. Das nächste Mal aber aufpassen, ja?"

"Klar, Sir. Danke, Sir" (gnaaaaaaaaaaaaaaarf... ich geh NIE wieder bei rot über die Ampel... in USA... oder aber ich kuck mich nächstes Mal um, ob da ein Cop rumsteht...)

Freitag, 14. August 2009

Stressige Tage erforden Maßnahmen zum Stressabbau

Freitage ... irgendwie sind hier immer die Freitage unangenehm. Gestern abend habe ich mich wirklich intensiv auf ein sehr wichtiges Meeting vorbereitet. Warum? Naja, weil mir von jeder Seite gesagt wurde, dass wir eine der Leiterinnen unserer Hauptansprechpartner von unserem Projekt hier überzeugen müssen und das obwohl sie davon nichts wissen will. Super... und keiner unserer richtig großen ist hier... Na egal, ich bin ja der Verantwortliche vor Ort, also muss ich da durch. Will ja Karriere machen, ne? Insofern den halben Tag genommen und mich vorbereitet wie noch nie zuvor. Was wann sagen? Wie einsteigen? Was kann sie erwidern? Wie gehe ich darauf ein? Wo zieh ich die Grenze? All sowas... Resultat war, dass ich nicht mal ansatzweise die Sachen vorhergesehen hatte, die die hier auf dem Schirm hatten und dennoch als Gewinner aus dem Meeting raus bin. Wir machen weiter... Uff...

Danach - ich schon gefühlt im Wochenende - noch einen weiteren heißen Tanz mit unserem Hauptansprechpartner hier. Ihr wißt schon: Der, der letzte Woche so richtig "nett" war... da mit leichten Bauchschmerzen rein, aber auch da liefs top. Er ist happy, wir sind happy; jeder kennt seine Grenzen, alles gut...

Als wir dann noch eine Ex-Kollegin getroffen haben, die jetzt hier beim Mandanten als Trainee arbeitet (kleine Welt) hatten wir uns spontan zum abendlichen Bier und Feiern verabredet.

Hendrik und ich also gegen 19 Uhr losgezogen in nen Diner. Die ersten zwei Biere und einen Burger verdrückt. Dabei Baseball New York Yankees gg. Seattle Mariners gekuckt. Endlich hab ich Baseball verstanden. Die Tage werden wir ins Stadion, so viel ist klar. Schön mit Hot Dog und Bier auf der Tribüne "Go Mariners go!" und all so Zeug. Amerikanisch eben. Mal sehen, ob ich auch salutiere.

Weiter gings zu ner Cocktailbar, in der wir die anderen treffen wollten. Insgesamt waren wir dann gut und gerne 8 Leute. Sehr coole Leute wohlgemerkt. Dort zwei Gin Tonic vertilgt und irgendwann realisiert, dass die Bar deswegen "The Chapel" (Die Kapelle) heißt, weil das Ding früher ein Leichenschauhaus war... urgs... erklärte auch das Weihwasserbecken am Eingang, das mit Erdnüssen gefüllt war und unter Umständen auch die Totenköpfe auf den T-Shirts der Barkeeper... egal wie, der Laden ist genial. So gegen 22 Uhr kamen dann Leute, die eine Bühne aufgebaut haben. Kurz danach sind Tänzerinnen mit Fackeln aufgetreten, die einen Feuertanz aufgeführt haben... daneben johlende Amerikaner und irgendwelche johlende Deutsche (zu denen ich natürlich NICHT gehört habe... )... insofern ein weiteres Mal darin bestärkt worden, dass die Amis spinnen. Bilder hiervon (leider schlecht, da ich statt der Kamera dummerweise nur da Blackberry dabei hatte... passiert mir nicht nochmal)

The Chappel

The Chappel

Auf dem zweiten Bild ist ein Kerl zu sehen, der sich die Fackeln unter die Achseln geschoben hat... dabei sah er total gelangweilt aus... ich meine, ich weiß, dass das hier eine sehr alternativ angehauchte Stadt ist, aber wieviele Drogen hat der Typ bitte geschluckt???

Wie auch immer, Locationwechsel war angesagt. Es ging ins Havana (?), das ist so ein House/ Hip-Hop-Club (also genau mein Musikstil *würg*), der in einem völlig runtergekommenen Hinterhof ist... aber wohl tierisch angesagt ist... ewig lange Schlange, viele Leute weggeschickt, wir dank deutschem Reisepaß entspannt reingekommen.

Dort dann richtig schön bis ca. 1 Uhr morgens gefeiert. Zwei Budweiser / Heineken inklusive... war'n geiler Abend und vor allem hatten wir uns den verdient... Foto (schlechte Qualität, weil Fotograph angeschlagen war...)

Havanas

Der Laden war gesteckt voll... dabei gab's im Gegensatz zu Deutschland eine Frauenquote von ca. 60 - 70%... interessant ist dabei die Kleiderwahl. Die Amerikanerin von Welt ist extrem aufgebrezelt: Hochhakige Schuhe, enges Kleidchen, dicke Schminke. Die Jungs dagegen (ich inklusive) sind sehr leger...

Und was noch auffällt: Die Amerikanerinnen sind egal wie prüde sie im Leben draußen sind, in Clubs... ähm... nennen wir es vorsichtig aggressiv...

Geilstes Erlebnis (und Zeichen meiner eigenen dummerweise zu guten Erziehung):

Tanzfläche, Amerikanerin lächelt, ich lächel zurück (warum auch nicht?), sie prostet mir zu, ich ihr, dann steckt sie den Kopf rüber und es geht klassisch los (wie in jedem normalen amerikanischen Lokal auch...):

"Hi, schön dich zu treffen, wie gehts?" (soweit ganz normal, das tun die alle)

"Super geht's, freut mich auch. Wie gehts selbst?"

"Danke der Nachfrage, ziemlich gut. Toller club oder?"

"Jep."

"Was trinkst du?"

"Ein Budweiser, du?" (hab's in der Hand, du Nudel, doofe Frage... )

"*nuschelnuschelnichtsverstanden* Du bist nicht von hier oder?"

"Ne, Deutschland. Warum?"

"Hört man am Dialekt. Woher da?"

"München"

"Cool. Meine Cousine hat mal in der Nähe von Mainz gearbeitet" (*sic* ich glaube der Amerikaner, der nicht irgendeinen Verwandten hat, der mal irgendwo in Dtld gearbeitet hat, muss erst noch erfunden werden...)

"Aaaah... interessant... ist aber etwas weg von München"

"Ja, stimmt. Sag mal... wollen wir gehen?" (Ab hier war ich verdattert)

"Öhm ... gehen? Wie gehen?" (Wie gesagt... verdattert...)

*lächeln* (Aha, so also gehen... hatte ich sowas nicht schon mal gehört?)

"Du meinst raus oder wie?" (Gott, so naiv bist du nun auch nicht, also stell dich nicht blöder als du bist!)

"Naja, ich dachte zu mir oder zu dir?" (Gesichtszüge entgleisen, ich klammer mich erstmal an meinem Bier fest, dann fall ich vielleicht nicht extrem unmännlich in Ohnmacht. Versteht mich nicht falsch. Die sah echt gut aus. War auch glaube ich ganz nett... wobei genau da mein Problem war... ich glaube es! Ich mein... USA ist ja nett und so, aber gehört zu einem "zu mir oder zu dir" nicht etwas mehr als ein Dialog von vielleicht drei Sätzen dazu? Mh... was also tun? Find ne Lösung... find sie... jetzt! LOS! )

"Ach weißte... *hüstel* ... ich bin ja grad erst angekommen... und äh... naja... also... ich bin ja mit denen hier da... sozusagen... und so...außerdem gibts ein zu mir ja nicht so ganz, weil ich ja im Hotel und so... weißte... ne?" (und überhaupt bin ich kein Mann für eine Nacht! So billig kriegt man mich nicht! Püh! Zumindest nicht nach zwei Sätzen... und ner Cousine in Mainz! Ich meine Mainz! Bäh! Allein das ist ein Ausschlusskriterium...)

"Achso. Schade. Na, wir sehn uns" sprach sie und tanzte zum nächsten... mit dem hat sie dann ca. 10 Minuten später den Club verlassen...

God bless America!

Donnerstag, 13. August 2009

Sonne, Sommer, Rest hab ich vergessen...

Ein weiterer Tag schlaflos in Seattle... leider gabs nichts besonderes zu berichten. Arbeit war wie immer: anstrengend. Weniger aufgrund der inhaltlich extrem anspruchsvollen Tätigkeit, eher wegen der vielen, vielen unnützen Diskussionen, die man in Amerika so gerne führt, um sich zu profilieren bzw. rauszufinden, wer der Stärkere ist.
Frei nach dem Motto: "Mailst du mir das?" - "Wenn du mir das Layout mailst" - "Naja, klar, aber die Inhalte brauch ich, um zu wissen welche Spalten wir machen müssen" - "Macht Sinn, aber wenn ich weiß welche Spalten du denkst, dass wir brauchen, dann kann ich dir besser die Inhalte anpassen" - "Stimmt schon, aber du weißt ja bereits was du haben möchtest, insofern wäre es doch sinnvoller, mein Layout auf deinen Inhalten aufzubauen" - "Ich verstehe deinen Standpunkt, aber ihr habt da als Berater ja viel mehr Erfahrung in solchen Dingen; du schickst mir einfach das Layout und ich füge dann die notwendigen Infos ein" - "Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah"

*sic*

Sic!

SIC!

SIC!!!!!

Naja... so weit dazu. Immerhin hab ich jetzt einen festen Ausweis und stehe nicht mehr vor verschlossenen Türen am Morgen. Ich erspare jetzt jedem die Wiederholung der Diskussion für diesen Ausweis, wer ihn besorgt und wieso es Sinn macht einen zu haben oder nicht...

Danach ging das komplette Büro in einen Teamnachmittag mit Softball und Hardball und Mediumball und WhatsoeverballgamestheyareplayingintheUSIneverheardofbeforeandwont
hearofinmywholelifeagainetceteraetcetera... und wir dann halt wieder ins Hotel. Hendrik ist ohnehin völlig durch (Jet-Lag... huhahaha... Lusche das! Ich stand da am nächsten Morgen schon total fitt rum... Quatsch...), insofern entspannter Bummeltag mit Tendenz nach Seattle Chinatown und Stadions. Dazu gleich mal die neue Kamera getestet. Saugeiles Teil! Wer (ich weiß wer, ich hoffe diejenige Person ließt dies und fasst sich mit dem dem Zeigefinger und Daumen der rechten Hand ans linke Ohr, während die linke Hand sich die Nase greift) hat nochmals behauptet eine Exilim würde keine tollen Fotos machen? Ha! Tolle Fotos macht sie nicht: sie macht hammer mörder mega ultra coole tolle Fotos! Nur die Auflösung des Vorschaufeldes ist latent... äh... beschissen verbesserungsfähig.

Ach ja, bevor ich es vergesse. Bild meines neuen Zimmers. Ich wollte nicht angeben, also hab ich nur die Nummer fotografiert...

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Also wir sind ja nach Osten gelaufen (ich glaub es ist Osten, nennen wir es lieber links vom Eingang *zwinker*) und dabei an einigen richtig tollen Skylineteilen vorbeigekommen.

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Danach gings weiter Richtung China Town... nicht wirklich beeindruckend... das hier ist noch das Spannendste hier: Ein Drache an einer Lampe, ab der die Grenze zur normalen Stadt beginnt:

Chinatown Eingang

Die haben da sogar eine eigene Zeitung... also eine Chinesische... derb...

Chinatown - Zeitung

Läuft man dann weiter durch und um eine Kurve kommt man irgendwann an einen alten Bahnhof... schön amerikanisch:

Bahnhof

Danach gings weiter zum Footballstadion. Ca. 80 - 90 Tsd. Plätze schätze ich mal... absolut irre... mal kucken, dass wir da demnächst rein können. Hier einmal von Außen, einmal rein fotografiert.

Football und Baseballstadion

American Football/ Soccer Stadion

Daneben gibt es ein klassisches American Diner, das deren Footballteam supported. Offenbar hat der Besitzer schottische Wurzeln, sonst wüßte ich nicht, was die Jungs und Mädels hier gemacht haben:

Schottische Band vor schottischer Kneipe

Danach gings nochmals ans Pier. Das hier ist ein wohl ziemlich berühmtes kleines Schiff. Nettes Detail (wohl weil es so berühmt ist) ist eine automatische Wasserspritze, die anspringt sobald sich eine Möwe dem Schiff gefährlich nähert. Die beginnt dann wie wild - quasi wie eine Luftabwehrkanone - mit Wasser auf die Möwen zu schießen, damit die wieder abhauen (links außen im Bild zu sehen, direkt am Rand)... :-)

DAS Feuerlöschboot Seattles

Zum Schluss noch ein paar Sonnenuntergangsbilder direkt vom Meer... sprechen glaube ich für sich selbst:

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Mittwoch, 12. August 2009

Stress?

Soderle. Aufgestanden und die Sonne scheint. Da kann es ja eigentlich nur gut losgehen, dacht ich mir. Zudem gabs nen leckeren Bagel zum Frühstück (die fragen noch, ob mit Käse aufbacken... Warmer Käse zum Frühstück? Ne, muss nicht unbedingt...) und einen leckeren weißen Tee... ich werd in Starbucks-Land noch zum Teetrinker... quelle ironie :-)

Dann gabs ne Info, dass mein Arbeitgeber meinen neuen Arbeitsvertrag inkl. Auslandsklausel für meinen Aufenthalt vom 3. August doch glatt am 6. August losgeschickt hat und mich bittet ebenjenen zeitigst unterschrieben zurückzusenden. Mh... könnte ein klitzekleines Problem geben... aber nicht der Rede wert... kein Stress deswegen. Alles easy, wie der Amerikaner sagt.

Ich also Internet angeworfen und... kaputt.... Stress kam nach wie vor keiner auf, lediglich die Halsader bekam eine latent unangenehme Größe. Schlecht fürn Blutdruck. Gut, dass ich keinen Kaffee trinke zur Zeit. Probleme ignoriert (insbes. da mir in Seattle im Office für das Laptopthema keiner helfen konnte...), stattdessen nochmals in Dtld. angerufen und die "Versetzen Sie sich doch einfach mal in meine Lage"-Karte gespielt. Ergebnis: Es geht mit Kabel wieder... immerhin... und ich hab ein Zusatzprogramm gezeigt bekommen, mit dem ich wohl jederzeit, überall wo ein Kabel rumliegt ins Netz komme... na wehe, wenn nicht. Im Hotel zumindest gehts schon mal...

Also ab zum Mandanten, dort dies Meeting da, jenes Meeting dort. Gelernt, dass der Amerikaner nichts frühstückt, sich mancher Haferflocken aus Deutschland importieren lässt und überhaupt Levi's der letzte Schrott sei, da der Modebewußte von heute Abercrombie oder American Eagle trägt. Verkehrte Welt also...

Die haben bei A&F übrigens ein sehr geiles Parfüm. Wirkt das jetzt arg tuffig? Egal. Mal sehen, was das kostet und fragen, obs auch ein Aftershave gibt. Nett, nett.

Nach all diesem wichtigen inhaltlichen Dingen bin ich dann wieder Richtung Innenstadt, Hendrik einfangen. Dem kurz die Stadt gezeigt und versucht diese Fischjungs zu filmen wie sie Party machen. Fotos gingen, zum Filmaufnehmen war ich zu doof. Und das obwohl es davor im Hotel noch geklappt hat... Danach gekuckt, ob es noch Karten für die Football Preseason Games gibt, aber nix gefunden. Auf die Agenda nehmen...

Am Ende sind wir in meinen Beinahe-Stamm-Diner und haben einige Pabst (ich), diverse Biere (er) und Chicken Wings (beide) vertilgt. Die Hälfte des Abends ging drauf, weil wir über die geniale Business Class von Lufthansa geschwärmt haben. Was für Dinge manchmal wichtig sind... ich hatte allerdings den angenehmeren Flug. Warum? Meine Stewardessen waren jünger und haben Gummibärchen verteilt!

Dann hab ich festgestellt, dass er ein Zimmer mit kostenlosem Internet und Loungezugang (Frühstück und Abendessen für lau) hat... und ich nicht... insofern danach noch schnell zur Lobby geeilt, festgestellt, dass ich eigentlich ein Upgrade habe und damit das bessere Zimmer, nichtsdestotrotz getauscht. Ergebnis: Altes Zimmer war schöner (welch Wunder...), dafür ist das neue kleiner (haha), hat aber eben Internet und das Frühstück. Am Ende ein guter Tausch. Trotz der Größe des Zimmers... beides wär halt cool... mal morgen anfragen... nur mag ich wieder packen und umziehen? Ne...

Insofern pack ich jetzt mal wieder aus und leg mich dann ins Bett...

Bilder gibts demnächst wieder. Dann hoffentlich von Vancouver, Outlet-Centern, China Town Seattle, Football Games, dem geilen Wasserfall ums Eck oder aber vom Whale Watching :-)

Da kommt mir: Whale Watching... Amerikanische Kollegin: Sie könne sich gar nicht vorstellen, warum immer alle zum Whale Watching wollen... was denn an Walen so toll sei? Tobias und ich konnten darauf nicht wirklich antworten... wie auch... wir haben ja noch NIE welche gesehen! Als sie fünf Minuten später meinte, dass es ja so schade sei, dass sie in Dtld noch nie in München war, wo doch das Oktoberfest so toll sei, konnte ich mir einen Seitenhieb nicht verkneifen: Was dem einen seine Wale, sind dem anderen seine Wies'n, ne? In dem Sinne, mit dem Wort zum Sonntag (Mittwoch)...

Montag, 10. August 2009

Montage sind...

Echt klasse: Wetter ist miserabel und noch schlimmer ist, dass mein Laptop sich weigert ins internet einzuwählen...

Anruf bei der deutschen IT: das Problem ist bekannt, bitte gehen Sie ins nächste Büro... Hallo? Ich bin in USA! Also Mittags weg vom Mandant und hoffen, dass mir irgendjemand hier im Seattle Office helfen kann...

Ohne BlackBerry wäre mir nicht mal aufgefallen, dass mein Nachmittagstermin verschoben wurde...
(sent by a mobile device)

Samstag, 8. August 2009

Ich bin sooooo doof....

... da schreibe ich jeden Abend noch an dem Blog und lade schön Bilder hoch und dann vergesse ich die Beiträge freizugeben... narf... na, dafür jetzt eine ganze Ladung von Zeugs, das man lesen und bewundern kann :-)

Mal sehen, wie aktiv ich die nächste Zeit bleibe. Ich glaube das tageweise posten werde ich auf lange Sicht nicht durchhalten. Zumindest nicht in dem Detaillierungsgrad.

Heute ist Tobias also heim... ist echt schade, wir haben uns die Woche hier richtig gut verstanden. War wirklich extrem spaßig... zudem war er ja bereits zwei Jahre in New York und kann daher richtig viele Tipps für die Kultur geben. Oder für Lokale... oder für sonstwas... naja...

Heute morgen waren wir nochmal frühstücken. Die Tour direkt am Meer in einem total kleinen amerikanischen Cafe... die bieten da immer irgendwas mit Eiern an. Ich hatte noch nie so leckere Rühreier mit Schinken wie da... da drüber gabs so ein klein wenig Käse... super lecker... wer hat gesagt, die Amis können nicht kochen? Bullshit! Die können kochen! Vielleicht nicht alles, was wir können, aber manche Dinge da: Spareribbs, Chicken Wings, Burger, Sandwiches oder Frühstückseier suchen ihresgleichen... das vermisse ich jetzt schon...

Naja, was hab ich heute so angestellt? Ich wollte ja eigentlich mal nach furnished appartments und einem Mietwagen kucken, aber ich hatte überhaupt keine Lust... insofern hab ich im Internet mal recherchiert, was eine Kamera kosten darf und bin danach in die Stadt.

Dort durch CD Läden getingelt (sauteuer das Zeug hier... total komisch), einen richtig coolen Bücherladen entdeckt (alles in englisch, though... hahaha... es gibt nur englische Bücher in USA, saulustig o.O (*seufz*)) und durch Malls und Klamottenladen gelaufen.

Ergebnis: Eine Digicam für umgerechnet 120 EUR (knapp 90 im Vergleich zu Dtld gespart und dabei hatte ich noch nicht mal den niedrigsten Preis bekommen...), zwei Adidas Laufshirts mit diesem neuen Klimafaserzeug (Atmungsaktiv etc) für zusammen 20 EUR (ich dachte ich spinne... aber so viele Sportshirts brauche ich nicht, wie ich kaufen wollen würde) und dann noch das typische amerikanische Jeanswarezeug von Abercrombie & Fitch gekauft. Hier lass ich den Preis mal weg, weil das Zeug arschteuer ist, aber saucool aussieht... und es gibt es nicht in Deutschland, nur in USA und ich meine London/ Tokyo... ein must have, wenn man hier ein halbes Jahr ist. Ich weiß auch nicht, ob ich nicht nochmals da hingehe... wobei es ja auch American Eagle gibt... hach... $$$$ ...

Neben Zeugs kaufen, für den Schrank hab ich natürlich auch noch einige Fotos gemacht bevor ich dann von einem Penner als Taube Nuss (es sagte was anderes, aber das ist nicht jugendfrei) bezeichnet wurde, weil ich nicht auf ihn reagiert habe... das ist dann die andere Seite der USA: kein soziales Netz... solange man mit mehr Leuten unterwegs ist oder zumindest mehrere um einen herum unterwegs sind, alles kein Problem. In dem Fall hatte ich allerdings alleine die Strasse überquert und weit und breit kein Cop oder sonstwas... tja... Lesson learned - das passiert mir nicht mehr :-)

Nu, aber Bilder:

Noch mal der Pike Place; wie gesagt: da gibts frisches Meeresfrüchte, den ersten Starbucks Amerikas und eine riesen Menge an Touris (oder ausländischen Arbeitern wie mich):

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Ich hatte doch von den Fischhändlern am Pike Place geschrieben. Heute hab ich mir mal mehr Zeit genommen und beobachtet, weshalb die Touris da alle rumstehen. Die Typen da sind völlig irre oder typisch amerikanisch: vor dem Stand rennen zwei von deren Leuten rum und machen eine Wahnsinns-Show. Sobald dann irgendeiner was kaufen will (Krabben, Fisch etc.) brüllen die irgendwelche Kommandos und die drei, vier hinter der Theke geben ein Echo. Stellt euch das ein wenig vor wie bei den Marines mit einem "Booya" als Antwort. Danach kriegen die den Fisch rüber geworfen und singen so einen Zweizeiler mit dem Namen des Fischhändlers... kann man irgendwie schwer beschreiben, aber ich war völlig baff von der Show :)

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Aber es gibt noch mehr. Der Citycenter steht... naja... im Zentrum der Stadt. Dort kann man die drei Stockwerke hochgehen und in den verschiedensten Lokalen Zeug auf die Hand kaufen. Von der Pizza bis zum Chinesen ist da alles dabei. Wenn man dann auf die Dachterrasse rausgeht, hat man einen tollen Blick auf einen Springbrunnen, neben dem immer ganz viele Leute rumlaufen und eine Show machen. Livemusik etc.

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Das war so eine halbe Stunde später: Da unten rechts steht ein Kerl mit Gitarre. Ich glaube der ist gut zu sehen. Daneben tanzt ein Typ mit nacktem Oberkörper... und wenn ich tanzen sage, dann mein ich diese Pornographische Beckenkreisenlassen, dass ich zumindest nicht mal in einem Club machen würde... völlig bescheuert... :)

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So. Nun noch ein, zwei kleine Bilder, die für sich sprechen. Dann ist Schluss für heute und ich bastele noch an meinem neuen technischen Spielzeug rum:

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Freitag, 7. August 2009

Endlich Wochenende...

So langsam bin ich auf dem Zahnfleisch... wir sind wirklich keinen Abend nach 23 Uhr ins Bett, aber ich bin so dermaßen erschlagen, dass ich es kaum in Worte fassen kann... jede Nacht um 24 Uhr steh ich senkrecht im Bett, leg mich wieder hin... mittlerweile könnte ich sogar bis 4 morgens durchschlafen, dummerweise wurde ich zwei Tage nacheinander von Kollegen aus Deutschland so um die deutsche Mittagszeit angerufen... das ist dann hier 2 oder 3 morgens... danke... lasst das! Wobei es ja keiner ist, der hier liest... es ist unglaublich, aber ich wüsste sonst nicht wie ich mich wecken lassen soll...

Weckruf geht nicht, da steh ich senkrecht im Bett... Blackberryweckfunktion vertrau ich nicht und mein Fernseher macht das zwar hier auch, aber pustet dir innerhalb von wenigen Sekunden den Kopf weg so laut wird das Teil... also weiter das Handy und hoffen, dass weniger Menschen anrufen. Dem einen hab ich extrem unfreundlich auf die Mailbox gesprochen... ich freu mich noch als das Handy klingelt, weil ich dachte, ich hätte endlich durchgeschlafen bis zum Wecken. Dabei war ich so dermaßen im Tiefschlaf, dass ich nicht mal gemerkt habe, dass das nicht mein Weckerton ist, sondern mein Anrufston... sic...

Zudem war der heutige Tag im Office grenzwertig. Es wurden die Grenzen abgesteckt... großes Kino, wenn man halb am einschlafen ist, aber was solls... der Ami war extrem unangenehm, aber wir haben uns sehr gut verkauft... keinen mm nachgegeben, wo es nicht sinnvoll war... wird trotzdem eine heiße Kiste hier werden. Heute wurde klar, dass der Typ Schlitten mit uns fährt, wenn wir einen Fehler machen... und im Gegensatz zu vielen anderen, bin ich mir bei dem sicher, dass er extrem gut Sachen aus dem Weg räumen kann. Wie war das? Nimm es als Herausforderung... oh ja... das ist es... aber volle Pulle... bin froh, dass erst mal zwei Tage Pause sind. Danach dann Kriegsstrategie zurechtlegen.

Davor aber die wichtigeren Dinge: Space Needle... ich komme :-)

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Da oben (knapp 600 Fuß, schätze um die 160/70 Meter sind das) hat man einen irren Blick auf die gesamte Stadt. Hier gibts einmal Seattle im Sonnenuntergang (Richtung Kanada)

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Das hier ist dann die Skyline... leider hab ich noch kein Nachtfoto, aber wir hätten noch drei Stunden warten müssen bevor die Sonne untergeht... das war uns beiden zu lang...

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Danach waren wir noch in unserem Diner (wird langsam mein Stammlokal hier) und haben ich glaube bis heute morgen um 2 Uhr Chicken Wings gefuttert und ein Bier nach dem anderen getrunken... die Woche war sehr erfolgreich, stressig, aber wir waren richtig gut. Das wurde gefeiert. Zudem fährt Tobias morgen und insofern musste auch dafür noch das eine oder andere Bier getötet werden...

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