Samstag, 22. August 2009

My oh my! Go Seahawks!

Und das hier hat einen extra Thread verdient:

FOOTBALL!

Bevor's losging, sind wir noch richtig schön amerikanisch Burger essen gegangen. Naja, zumindest wollten wir das. Dummerweise waren die Diner ums Stadion rum alle belegt, insofern sind wir etwas abseits essen gewesen in einem Lokal namens "New Orleans". Dort gab es einen "French Quarter Burger", benannt nach dem Viertel in Orleans: das ist ein Burger auf Pfannkuchen mit Käse überbacken und Bohnen und Reis. Total ungewohnt und vor alle ungewohnt lecker. Ausprobieren alle daheim!

Danach aber gings direkt zum Footballspiel… und ich kann nicht viel mehr sagen als, dass ich völlig von der Rolle war… sowas hab ich noch nie erlebt und es war nur noch geil, geil, geil! Drum hab ich auch viele Fotos gemacht:

Hier zum Beispiel sind wirklich tausende Menschen unterwegs, überall wird Party gemacht und ausgelassen gefeiert. Dazu gehört natürlich auch Alkohol, der dann in dutzende Trucks mit Bier transportiert wird. Hier zu sehen. Man muss allerdings dazu sagen, dass die Amerikaner sehr gesittet sind. Solche Abstürze wie in deutschen Fußballspielen kann man vergessen. Zumindest kriegt man davon nichts mit. Die ganze Veranstaltung ist eher ein großes Volksfest:

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Hier zu sehen ist der Eingang zum Spiel, links davon geht’s hoch, rechts waren die Trucks. Man kann hier schon in etwa erahnen, was auf einen zukommt und vor allem wieviele Menschen dort sind: Ich nehm's trotzdem vorweg: Es waren knapp 70.000…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Wir dann drin. Hier zu sehen ist Blue Thunder, eine Trommelkombo mit absolut genialer Musik…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, ich hab die mal gefilmt. Lautsprecher auf maximum, Bild vergrößern und Video anklicken. Und dann bitte vorstellen, man steht mitten unter jubelnden und ausgelassen feiernden Menschen… wow



Hier nochmals ein Video von denen, das ich im Internet gefunden habe… die sind einfach genial die Jungs…



Im Stadion selbst saßen dann neben uns Bronco Fans, die extrem viel Stimmung gemacht haben (dummerweise fürs falsche Team). Nur statt wie in Deutschland dafür verprügelt zu werden oder ein Bier über den Kopf zu bekommen, machen die sich hier einen Spaß daraus. Sobald die Seahawks (Seattle) irgendetwas machten, sind die drei aufgesprungen und haben bis ihnen die Luft ausging in alle Richtungen laut "Buuuuuh" geschrien. Sobald sie alle waren, ist der Rest aufgestanden und hat (jeder um sie rum) laut "Yeeeeah" gebrüllt… geil, aber völlig krank :-)

Bevors losging haben wir uns selbstverständlich noch ein Bier geholt und dazu einen schönen und leckeren amerikanischen Hotdog verdrückt. Wenn schon Football, dann richtig!

Hier zu sehen die Startshow der Cheerleader. Links davon Flagge der USA, rechts oben zu sehen das "Hawks Nest". Das ist sozusagen die Fantribüne der Heimfans, soweit es das gibt

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Hier ein Bild der gegnerische Mannschaft – Denver Broncos. Das sind wirklich dutzende von Spielern, viel mehr als im Fußball. Ich schätze bestimmt an die 50, zusätzlich gut und gerne 20 Trainer und ein halbes Dutzend sonstige Leute, die helfen

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Dann gings ab. 70 Tausend Menschen brüllen sich die Lunge aus dem Leib: Die Seattle Seahawks laufen ein: Erst eine riesen Rauchsäule, dann Trommeln der Blue Thunder, danach startet ein echter Falke quer übers Spielfeld hoch zum Hawks Nest. Kurz darauf erschüttert eine bombastische Explosion die Erde und überall starten Feuerwerke. Danach laufen die Spieler mit riesigem Jubelgeschrei ein. Die richtig berühmten Spieler kommen zudem einzeln mit einem eigenen Feuerwerk und machen noch mehr an Zusatzshow…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Kurz darauf spielen sie die Nationalhymne: Alle stehen auf und singen zum Teil mit. Für diejenigen, die den Text nicht kennen, wird sogar die Hymne gezeigt (ich denke primär für die Touristen). Sobald die Strophe auf "lands of the free, and home of the brave" kommt, herrscht Gänsehautstimmung pur so viel Jubelrufe und hurrays hallen durchs Stadionn (eine Hammer geniale Stimmung!)

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Dann gings los: Kick Off erstes Quarter, Seattle gewinnt am Ball und kurz danach gleich mit ein Homerun. Geht gut los:

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

So sah es nach dem erster Homerun aus: alles steht und schreit und springt, teilweise umarmen sich die Leute – flippen schier aus

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Danach rennen diese Jungs mit den Fahnen übers Feld, alle brüllen Touchdown. Die rennen allerdings nur beim Heimteam und im Laufe des Spiels noch dreimal mehr… ich bin ab dem Zeitpunkt Football und Seattle Seahawksfan :-)

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Zwischendurch mal wieder eine Cheerleader Choreographie. Alle werfen sich auf den Boden und tanzen danach sexy rum… die sind generell sehr heiß… eine sieht besser aus als die andere, das ist schon echt heftig…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Danach war dann auch Halbzeit, leider gabs kein Bier mehr nachdem die Pause vorbei war… dafür ging die Show dann weiter mit der Show in der Halbzeit:

Hier mussten Fans mit drei Würfen das Ding in der Mitte treffen. Derjenige der gewinnt, bekommt Applaus (keine Ahnung, ob er sonstwas bekommt)

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Danach kamen die Cheerleader mit lauter kleinen Nachwuchscheerleadern. Das komplettes Stadion war voll von denen; je nach Alter machen die dann mit ihren zugeteilten großen Cheerleadern eine andere Choreographie

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Hier mal ein Bild der Wechsel (!) Bank von Denver… irre viele Menschen. Noch dazu sind alle absolute Riesen…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Ein zweites Bild von mir (wuhu! Superlative! Zwei Bilder von mir an einem Tag…). Hinter mir das Hawks Nest:

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Bilder vom Spiel in Action – heftig wie die sich angehen… da hört man förmlich die Knochen knacken, aber im Gegensatz zu unseren Weicheifußballern stehen die danach wieder auf, schütteln sich kurz und spielen weiter…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Dann war Abpfiff. Seattle hatte deutlich gewonnen. Als das Spiel zu Ende war sind alle (!!!!) Spieler und Trainer aufs Feld gerannt… hier sieht man erstmal wieviele das wirklich sind…

Football: Seattle Seahawks vs. Denver Broncos

Und hier noch "Blitz", das Fanmaskottchen. Der ist auf einem elektrisch betriebenen Roller auch während des Spiels durchs ganze Stadion geflitzt.

Vormittags am Cruisen

Soderle. Dauerte wieder etwas, aber ich hab hier einen tierisch vollen Terminkalender. Heute gibt's mal das Samstag-Update. Sonntag kommt hoffentlich morgen und allein der Montag ist bereits auch wieder einiges an Platz wert.

Samstag selbst wird dafür schon mal recht lange. Begonnen haben wir den Tag damit, dass wir unser neues Auto geholt haben. Gab nen Toyota Corolla, relativ neu (20k Meilen) und innen leider nicht ganz sauber. Die hatten einen Starbucksbecher vergessen (hab ich erwähnt, dass es die Teile so ziemlich an jeder Ecke gibt? Ich müsste mal eine Starbucks-Schnitzeljagd machen…). Schön an dem Teil ist, dass er super sparsam ist und dermaßen gut versichert, dass wir ihn wohl auch als völligen Schrott zurückbringen dürfen. Mein Arbeitgeber weiß schon, was er tut… manchmal :-D

Ach ja: Es gibt auch keine Kilometerbeschränkung. Oder wie sie es nannte, Meilenbeschränkung. Wie lief das?

Dame: "You can go as many miles as you want…"

Hendrik "Really, as many kilometers as we want?"

Dame "Erm, it's miles… we're in the US" *smile*

Hendrik: "Ah ja… whatever" … jaja… die USA :-)

Bildchen vom Toyota mit Hendrik beim rumwühlen:

CIMG0139

Danach haben wir das Teil erstmal quer durch die Innenstadt samt diverser Einbahnstraßen ("It's one-way!" *schreiendes Gegenüber* *hrhr*) manövriert und sind letztlich beim Discovery Park gelandet. Das ist ein Park in der Nähe der Küste mit altem Leuchtturm. Deshalb gibt’s dort sehr viele Ausflügler. Insgesamt ist das eine echt schöne grüne Gegend ganz ohne Verkehr. Wieder ein tolles Ding an der USA. Die haben so viel Platz, dass sie wirklich riesige Flächen einfach unbebaut und unberührt lassen können… der Freizeitwert ist generell sehr, sehr hoch hier, wenn ich ehrlich bin. Einfach weil es so ziemlich alles gibt: Geniale Sportmöglichkeiten, tolle Veranstaltungen, viel grüne Gegenden, tolle Straßen (nicht so kaputt wie bei uns… nicht überall zumindest *fg*)
Hier mal ein Bild von einem *trommelwirbel* alten Baum. Hammer oder? Was es da so alles gibt. Bäume, Blätter, sogar manchmal Gras… voll das tolle Land :-)

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Das ganze Gebiet war aufgebaut wie in einem alten Piratenfilm. Kleine Waldwege, die direkt an die Küste führen. Fehlten nur noch die Kanonenbunker, aus denen ein lauter "Ar Ar Ar" zu hören ist und ich hätte mich an "Fluch der Karibik" oder "Die Schatzinsel" erinnert gefühlt… hier mal der Blick von einer der Waldlichtungen auf die Küste. Links davon liegt irgendwo Seattle, was aber nicht mehr zu sehen war, da wir uns in einer ruhigen Bucht befunden haben… schon schön…

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Hier mal ein erstes Bild, auf dem ich auch zu sehen bin. Wir sind gerade auf einem der Waldwege, kurz nach dem Bild der Küste (rechts davon um genau zu sein). Von dort aus sinds noch einige hunder Meter, pardon Yards, wir sind ja in USA, bis zum Leuchtturm

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Nachdem wir uns durch den Wald geschlagen haben, gings hier zum Strand. Der ist voll von Strandgut. Zum Teil sind da sogar alte Schiffsplanken dabei… davor gibt es dann meterweite Linien mit Muscheln und Kieseln… war wirklich klasse dort. Im Sommer sind da wohl auch Robben und Seelöwen. Ist eben nahe bei Kanada. Gesehen hab ich leider keine… einen Biber allerdings konnte ich sehen im Wald. Nur war der nicht fotogen und war schneller weg als ich den Auslöser drücken konnte. Insofern mal die Bilder von der Küste:

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Die Küste wenn man weiter läuft, kommt man zu einem alten Leuchtturm (den, den wir gesucht hatten). Mittlerweile steht er zwar leer, ist aber noch immer Ausflugsziel für viele Leute. Wie gesagt, die Gegend ist ein Traum…

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Noch ein Bild vom Leuchtturm aus auf einen nicht surfenden Surfer… schätze dem waren die Wellen nicht hoch genug… versteh ich gar nicht… wo es doch gar keine gab… da können die ja auch nicht zu niedrig sein oder? Ich meine, was nicht da ist… Sah auf alle Fälle witzig aus, den Typ auf dem Brett stehend mit nem Padel in der Hand zu beobachten. Das ging wirklich gut voran.

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Nochmal ein Bild aus dem Park: diesmal eines der Flüsschen im Park, völlig naturbelassen –wie gesagt typisch USA…

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Danach sind wir wieder zum Auto und sind von der Westküste quer durch die Stadt Richtung Osten gefahren. Dort ist eine sehr reiche Wohngegend. Überall teure Autos, schöne neue Häuser, eines größer als das andere… das ist eine Seite der USA, die sehr beeindruckend ist… ich denke auch, dass diese Leute nicht viel von der Armut in der Innenstadt und der Unmenge an Bettlern, die es seit der Finanzkrise gibt, mitbekommen. Nein, falsch. Ich weiß es sogar. Immerhin hatten wir uns mit unserem Mandanten beim Mittagessen letzte Woche genau darüber unterhalten.

Hier mal ein Bild die Strasse runter, um einfach mal ein Gefühl für die Gegen zu bekommen… geil: saftig grüne Vorgärten mit Häuschchen, die weit auseinanderstehen.

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Weiter die Strasse runter war dann eine kleine Bucht:

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Dort haben wir ein amerikanisches Pärchen getroffen, die einen wasserscheuen Hund dabei hatten, der gerade mal 8 Wochen alt war. Die waren super nett. Upperclass eben. Das merkt man wirklich sofort. Das Bildungsgefälle ist so dermaßen extrem, das kann man nicht beschreiben, das muss man selbst erleben. Die gebildeten Amerikaner sind sehr freundlich, wahnsinnig wissbegierig und haben eine beeindruckende Allgemeinbildung. Der Mann war zum Beispiel zum Arbeiten bereits in München und hat mich sogar gefragt, ob dieses Jahr wieder Tollwood war… klar war's… nur ich war nicht da, ne…

Gegenüber wohnt dann Bill Gates in einem riesigen Haus mit vielen Wachen. Auf dem Bild ist sein Anwesen ein klein wenig zu sehen; genau in der Mitte des Bildes ist ein kleiner Kran. Davon rechts geht’s weg. Man sieht den Dachgiebel…

Angeblich sind die Sicherheitskräfte dort so unangenehm, dass sie sogar den 13 jährigen Sohn der beiden gezwungen haben einige Meter vom Ufer entfernt mit seinem Segelboot umzudrehen, weil es Privatgrund sei. Soweit kein großes Ding, aber sie hatten wohl bereits die Waffen im Anschlag… da hörts dann fast wieder auf. Aber auch da erkennt man den gebildeten Amerikaner: So richtig glücklich mit dieser Art und Weise und überhaupt der Schusswaffenfreude waren die nicht wirklich…

Naja, die beiden gaben uns noch Tipps, wo wir zum Essen hin gehen können; das hatten wir dann auch direkt angesehen, aber keine Zeit mehr gehabt, weil es ja zurück zum Football gehen sollte schön langsam

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