Vormittags am Cruisen

Soderle. Dauerte wieder etwas, aber ich hab hier einen tierisch vollen Terminkalender. Heute gibt's mal das Samstag-Update. Sonntag kommt hoffentlich morgen und allein der Montag ist bereits auch wieder einiges an Platz wert.

Samstag selbst wird dafür schon mal recht lange. Begonnen haben wir den Tag damit, dass wir unser neues Auto geholt haben. Gab nen Toyota Corolla, relativ neu (20k Meilen) und innen leider nicht ganz sauber. Die hatten einen Starbucksbecher vergessen (hab ich erwähnt, dass es die Teile so ziemlich an jeder Ecke gibt? Ich müsste mal eine Starbucks-Schnitzeljagd machen…). Schön an dem Teil ist, dass er super sparsam ist und dermaßen gut versichert, dass wir ihn wohl auch als völligen Schrott zurückbringen dürfen. Mein Arbeitgeber weiß schon, was er tut… manchmal :-D

Ach ja: Es gibt auch keine Kilometerbeschränkung. Oder wie sie es nannte, Meilenbeschränkung. Wie lief das?

Dame: "You can go as many miles as you want…"

Hendrik "Really, as many kilometers as we want?"

Dame "Erm, it's miles… we're in the US" *smile*

Hendrik: "Ah ja… whatever" … jaja… die USA :-)

Bildchen vom Toyota mit Hendrik beim rumwühlen:

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Danach haben wir das Teil erstmal quer durch die Innenstadt samt diverser Einbahnstraßen ("It's one-way!" *schreiendes Gegenüber* *hrhr*) manövriert und sind letztlich beim Discovery Park gelandet. Das ist ein Park in der Nähe der Küste mit altem Leuchtturm. Deshalb gibt’s dort sehr viele Ausflügler. Insgesamt ist das eine echt schöne grüne Gegend ganz ohne Verkehr. Wieder ein tolles Ding an der USA. Die haben so viel Platz, dass sie wirklich riesige Flächen einfach unbebaut und unberührt lassen können… der Freizeitwert ist generell sehr, sehr hoch hier, wenn ich ehrlich bin. Einfach weil es so ziemlich alles gibt: Geniale Sportmöglichkeiten, tolle Veranstaltungen, viel grüne Gegenden, tolle Straßen (nicht so kaputt wie bei uns… nicht überall zumindest *fg*)
Hier mal ein Bild von einem *trommelwirbel* alten Baum. Hammer oder? Was es da so alles gibt. Bäume, Blätter, sogar manchmal Gras… voll das tolle Land :-)

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Das ganze Gebiet war aufgebaut wie in einem alten Piratenfilm. Kleine Waldwege, die direkt an die Küste führen. Fehlten nur noch die Kanonenbunker, aus denen ein lauter "Ar Ar Ar" zu hören ist und ich hätte mich an "Fluch der Karibik" oder "Die Schatzinsel" erinnert gefühlt… hier mal der Blick von einer der Waldlichtungen auf die Küste. Links davon liegt irgendwo Seattle, was aber nicht mehr zu sehen war, da wir uns in einer ruhigen Bucht befunden haben… schon schön…

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Hier mal ein erstes Bild, auf dem ich auch zu sehen bin. Wir sind gerade auf einem der Waldwege, kurz nach dem Bild der Küste (rechts davon um genau zu sein). Von dort aus sinds noch einige hunder Meter, pardon Yards, wir sind ja in USA, bis zum Leuchtturm

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Nachdem wir uns durch den Wald geschlagen haben, gings hier zum Strand. Der ist voll von Strandgut. Zum Teil sind da sogar alte Schiffsplanken dabei… davor gibt es dann meterweite Linien mit Muscheln und Kieseln… war wirklich klasse dort. Im Sommer sind da wohl auch Robben und Seelöwen. Ist eben nahe bei Kanada. Gesehen hab ich leider keine… einen Biber allerdings konnte ich sehen im Wald. Nur war der nicht fotogen und war schneller weg als ich den Auslöser drücken konnte. Insofern mal die Bilder von der Küste:

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Die Küste wenn man weiter läuft, kommt man zu einem alten Leuchtturm (den, den wir gesucht hatten). Mittlerweile steht er zwar leer, ist aber noch immer Ausflugsziel für viele Leute. Wie gesagt, die Gegend ist ein Traum…

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Noch ein Bild vom Leuchtturm aus auf einen nicht surfenden Surfer… schätze dem waren die Wellen nicht hoch genug… versteh ich gar nicht… wo es doch gar keine gab… da können die ja auch nicht zu niedrig sein oder? Ich meine, was nicht da ist… Sah auf alle Fälle witzig aus, den Typ auf dem Brett stehend mit nem Padel in der Hand zu beobachten. Das ging wirklich gut voran.

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Nochmal ein Bild aus dem Park: diesmal eines der Flüsschen im Park, völlig naturbelassen –wie gesagt typisch USA…

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Danach sind wir wieder zum Auto und sind von der Westküste quer durch die Stadt Richtung Osten gefahren. Dort ist eine sehr reiche Wohngegend. Überall teure Autos, schöne neue Häuser, eines größer als das andere… das ist eine Seite der USA, die sehr beeindruckend ist… ich denke auch, dass diese Leute nicht viel von der Armut in der Innenstadt und der Unmenge an Bettlern, die es seit der Finanzkrise gibt, mitbekommen. Nein, falsch. Ich weiß es sogar. Immerhin hatten wir uns mit unserem Mandanten beim Mittagessen letzte Woche genau darüber unterhalten.

Hier mal ein Bild die Strasse runter, um einfach mal ein Gefühl für die Gegen zu bekommen… geil: saftig grüne Vorgärten mit Häuschchen, die weit auseinanderstehen.

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Weiter die Strasse runter war dann eine kleine Bucht:

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Dort haben wir ein amerikanisches Pärchen getroffen, die einen wasserscheuen Hund dabei hatten, der gerade mal 8 Wochen alt war. Die waren super nett. Upperclass eben. Das merkt man wirklich sofort. Das Bildungsgefälle ist so dermaßen extrem, das kann man nicht beschreiben, das muss man selbst erleben. Die gebildeten Amerikaner sind sehr freundlich, wahnsinnig wissbegierig und haben eine beeindruckende Allgemeinbildung. Der Mann war zum Beispiel zum Arbeiten bereits in München und hat mich sogar gefragt, ob dieses Jahr wieder Tollwood war… klar war's… nur ich war nicht da, ne…

Gegenüber wohnt dann Bill Gates in einem riesigen Haus mit vielen Wachen. Auf dem Bild ist sein Anwesen ein klein wenig zu sehen; genau in der Mitte des Bildes ist ein kleiner Kran. Davon rechts geht’s weg. Man sieht den Dachgiebel…

Angeblich sind die Sicherheitskräfte dort so unangenehm, dass sie sogar den 13 jährigen Sohn der beiden gezwungen haben einige Meter vom Ufer entfernt mit seinem Segelboot umzudrehen, weil es Privatgrund sei. Soweit kein großes Ding, aber sie hatten wohl bereits die Waffen im Anschlag… da hörts dann fast wieder auf. Aber auch da erkennt man den gebildeten Amerikaner: So richtig glücklich mit dieser Art und Weise und überhaupt der Schusswaffenfreude waren die nicht wirklich…

Naja, die beiden gaben uns noch Tipps, wo wir zum Essen hin gehen können; das hatten wir dann auch direkt angesehen, aber keine Zeit mehr gehabt, weil es ja zurück zum Football gehen sollte schön langsam

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