Happiness is a positive cashflow...
... der Spruch des Tages aus einem lokalen Radiosender. Paßt zum Projekt hier... und macht mir Angst...
... aber da ich Berater bin, habe ich vor gar nix Angst. Und deshalb sind wir heute auch los Richtung Grenze Kanada (nicht ganz, aber fast) und haben uns in Anacortes auf die Fähre begeben, die Richtung einer Inselgruppe fährt, die bis vor knapp 100 Jahren noch als die Inseln bekannt waren, auf denen sich die letzten Englischen Truppen auf amerikanischem Boden befanden. Was der Kerl alles weiß, gell? Ja, ja, da kann man schon staunen. Aber ich weiß noch mehr:
Das ganze kommt nämlich nicht von ungefähr (dass ich so viel weiß eh nicht, aber ich bezog mich gerade auf die Inseln): Damals (zu Zeiten Wilhelms II) war nämlich Kanada noch britische Kolonie (die hatten das ja von Frankreich gekauft ... ja, is gut, ich hör ja schon auf anzugeben...). Damals also hat sich so ein Kerlchen aus Kanada gedacht, "Ey, die Briten, die beklau ich doch... und dann hau ich ab auf diese Inseln da unten nahe Seattle... da kriegen die mich nie..." Das wiederum haben die Engländer dann anders gesehen und sind hinterher geschippert. Auf die Inseln. Was wiederum die Amerikaner nicht so dolle fanden und auch rüber sind. Wutsch standen da zwei Länder auf einer Inselgruppe, die noch keinem so wirklich gehörte. Was tun die da? Die Fragen natürlich uns Deutschen um Rat. In persona des Kaisers Wilhelm II (und der Kreis schließt sich): Der entscheidet dann entgültig zehn Jahre später, dass die Inseln der USA gehören. Und weil die Briten aber so schnell nicht abziehen konnten (Soldaten sind als Beamte ja nicht zwingend die schnellsten *wegrenn und lach*), waren die quasi Besatzer auf fremdem Land. Daher die Geschichte.
Ach übrigens: Die Deutschen haben die Grenze so dumm gezogen, dass man als Kanadier zum Teil quer durch die USA muss, um von der Ecke unter Vancouver auf die andere Seite der Georgiastrasse (Wasserarm) zu gelangen. Tja, hätte man mal besser nicht uns gefragt, ne?
Die Inseln haben dann so klangvolle Namen wie San Juan, Lopez, aber auch Orcas wegen der Wale (keine gesehen, damn!) oder Olga. Ich wollte ja auf Olga, aber ich durfte nicht. Also sind wir nach San Juan gefahren... dort in den Friday Harbour... auch da gibts ne Anekdote zum Namen:
Als die Siedler da gelandet sind, meinte einer zum anderen:
"What bay is this?"
Der hat das falsch verstanden und dachte, der sagte "What day is it?" und hat eben "Friday" geantwortet... wers glauben mag. Ich bevorzuge ja die Theorie, dass die eigentliche Insel von Robinson Crusoe war und er hier Freitag vor den Kannibalen gerettet hat. Aber nachdem Mist, den unser Kaiser mit der Grenze fabriziert hat, hört hier natürlich wieder keiner auf die Deutschen...
Bilder von der Fährenfahrt:


Geniales Höhlenteil:

Michse:

Dann gings auf die Insel. Die war jetzt nicht soooo beeindruckend, bisserl wie Bainbridge, aber doch etwas mehr touristisch. Was man da so findet:
Mich neben einem Indianermarterpfahl zum Beispiel:

Oder eine Fahne der USA, die aus einem Baum wächst... Scherz, aber das sah nett aus:

Den Sheriff, der hier mitm Boot fährt:

Oder auch die US Army, die ganz lokalpatriotisch mit einer Gedenktafel bedacht wird für ihre Hafensicherungsmaßnahmen... schon mal wer auf die Idee gekommen sowas in Deutschland zu machen für Soldaten, die zum Beispiel den Donaudeich dicht machen? Ne? Wär mal was...

Kleine Schmucke Teiche gibts auch:

Oder Bänke, die von Leuten gestiftet werden. Weil man an jemanden erinnern mag, wie hier an die Großeltern... oder in einer anderen Bank an das gestorbene 13 Jährige Kind... traurig irgendwie, aber auch ne schöne Geste... ganz allgemein sind die Amerikaner mit sowas uns Europäern sehr weit voraus...

Hier mal der Hafen:

Und mein Boot... nicht nur wegen des Namens, aber schon irgendwie auch:

Nochn kleines Propellerdings für alle Flugbegeisterten unter uns:

Danach gings in ein kleines Lokal mit Dachterasse gegenüber des Hafens. Dort noch ein Bier getrunken und eine Kleinigkeit gegessen. Dort haben wir uns dann auch mit einem kanadischen Uniprofessor angefreundet, der jetzt für fünf Wochen nach China mit seiner Frau geht, um dort Englisch zu unterrichten. Davor ist er als Rentner mal eben hierher gesegelt, weil er bisserl Radfahren wollte und mal sehen wollte, ob seine alten Billardkumpels noch da sind... DAS ist mal ne Lebenseinstellung. Find ich echt gut!
Als wir heim sind, wurde es bereits dunkel. Ein absolut geniales Foto gabs noch mit sehr schön anzusehenden Wolken über der Bucht:

Nebenbei: Amerikanische Lebensphilosophie mal anders (nicht nach China zum unterrichten, sondern auf andere Art "helfen"):

Auf dem Heimweg gabs wieder einen schönen Sonnenuntergang zu betrachten:



Und bevor es so richtig heimging, haben Hendrik und ich uns trotz Freizeit nochmals massiv mit unserer Arbeit beschäftigt. Das Wort zum Samstag oder besser das Bild dazu also: Berater bei der Arbeit:


... aber da ich Berater bin, habe ich vor gar nix Angst. Und deshalb sind wir heute auch los Richtung Grenze Kanada (nicht ganz, aber fast) und haben uns in Anacortes auf die Fähre begeben, die Richtung einer Inselgruppe fährt, die bis vor knapp 100 Jahren noch als die Inseln bekannt waren, auf denen sich die letzten Englischen Truppen auf amerikanischem Boden befanden. Was der Kerl alles weiß, gell? Ja, ja, da kann man schon staunen. Aber ich weiß noch mehr:
Das ganze kommt nämlich nicht von ungefähr (dass ich so viel weiß eh nicht, aber ich bezog mich gerade auf die Inseln): Damals (zu Zeiten Wilhelms II) war nämlich Kanada noch britische Kolonie (die hatten das ja von Frankreich gekauft ... ja, is gut, ich hör ja schon auf anzugeben...). Damals also hat sich so ein Kerlchen aus Kanada gedacht, "Ey, die Briten, die beklau ich doch... und dann hau ich ab auf diese Inseln da unten nahe Seattle... da kriegen die mich nie..." Das wiederum haben die Engländer dann anders gesehen und sind hinterher geschippert. Auf die Inseln. Was wiederum die Amerikaner nicht so dolle fanden und auch rüber sind. Wutsch standen da zwei Länder auf einer Inselgruppe, die noch keinem so wirklich gehörte. Was tun die da? Die Fragen natürlich uns Deutschen um Rat. In persona des Kaisers Wilhelm II (und der Kreis schließt sich): Der entscheidet dann entgültig zehn Jahre später, dass die Inseln der USA gehören. Und weil die Briten aber so schnell nicht abziehen konnten (Soldaten sind als Beamte ja nicht zwingend die schnellsten *wegrenn und lach*), waren die quasi Besatzer auf fremdem Land. Daher die Geschichte.
Ach übrigens: Die Deutschen haben die Grenze so dumm gezogen, dass man als Kanadier zum Teil quer durch die USA muss, um von der Ecke unter Vancouver auf die andere Seite der Georgiastrasse (Wasserarm) zu gelangen. Tja, hätte man mal besser nicht uns gefragt, ne?
Die Inseln haben dann so klangvolle Namen wie San Juan, Lopez, aber auch Orcas wegen der Wale (keine gesehen, damn!) oder Olga. Ich wollte ja auf Olga, aber ich durfte nicht. Also sind wir nach San Juan gefahren... dort in den Friday Harbour... auch da gibts ne Anekdote zum Namen:
Als die Siedler da gelandet sind, meinte einer zum anderen:
"What bay is this?"
Der hat das falsch verstanden und dachte, der sagte "What day is it?" und hat eben "Friday" geantwortet... wers glauben mag. Ich bevorzuge ja die Theorie, dass die eigentliche Insel von Robinson Crusoe war und er hier Freitag vor den Kannibalen gerettet hat. Aber nachdem Mist, den unser Kaiser mit der Grenze fabriziert hat, hört hier natürlich wieder keiner auf die Deutschen...
Bilder von der Fährenfahrt:


Geniales Höhlenteil:

Michse:

Dann gings auf die Insel. Die war jetzt nicht soooo beeindruckend, bisserl wie Bainbridge, aber doch etwas mehr touristisch. Was man da so findet:
Mich neben einem Indianermarterpfahl zum Beispiel:

Oder eine Fahne der USA, die aus einem Baum wächst... Scherz, aber das sah nett aus:

Den Sheriff, der hier mitm Boot fährt:

Oder auch die US Army, die ganz lokalpatriotisch mit einer Gedenktafel bedacht wird für ihre Hafensicherungsmaßnahmen... schon mal wer auf die Idee gekommen sowas in Deutschland zu machen für Soldaten, die zum Beispiel den Donaudeich dicht machen? Ne? Wär mal was...

Kleine Schmucke Teiche gibts auch:

Oder Bänke, die von Leuten gestiftet werden. Weil man an jemanden erinnern mag, wie hier an die Großeltern... oder in einer anderen Bank an das gestorbene 13 Jährige Kind... traurig irgendwie, aber auch ne schöne Geste... ganz allgemein sind die Amerikaner mit sowas uns Europäern sehr weit voraus...

Hier mal der Hafen:

Und mein Boot... nicht nur wegen des Namens, aber schon irgendwie auch:

Nochn kleines Propellerdings für alle Flugbegeisterten unter uns:

Danach gings in ein kleines Lokal mit Dachterasse gegenüber des Hafens. Dort noch ein Bier getrunken und eine Kleinigkeit gegessen. Dort haben wir uns dann auch mit einem kanadischen Uniprofessor angefreundet, der jetzt für fünf Wochen nach China mit seiner Frau geht, um dort Englisch zu unterrichten. Davor ist er als Rentner mal eben hierher gesegelt, weil er bisserl Radfahren wollte und mal sehen wollte, ob seine alten Billardkumpels noch da sind... DAS ist mal ne Lebenseinstellung. Find ich echt gut!
Als wir heim sind, wurde es bereits dunkel. Ein absolut geniales Foto gabs noch mit sehr schön anzusehenden Wolken über der Bucht:

Nebenbei: Amerikanische Lebensphilosophie mal anders (nicht nach China zum unterrichten, sondern auf andere Art "helfen"):

Auf dem Heimweg gabs wieder einen schönen Sonnenuntergang zu betrachten:



Und bevor es so richtig heimging, haben Hendrik und ich uns trotz Freizeit nochmals massiv mit unserer Arbeit beschäftigt. Das Wort zum Samstag oder besser das Bild dazu also: Berater bei der Arbeit:


BloggInSeattle - 12. Sep, 06:51

